Zeit 05.02.2026
20:08 Uhr

Oman: USA bestätigen geplante Verhandlungen mit dem Iran


Steve Witkoff und Jared Kushner reisen am Freitag in den Oman, um dort neue Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen. Israels Sicherheitskabinett tagt vor den Gesprächen.

Oman: USA bestätigen geplante Verhandlungen mit dem Iran
Die USA wollen an diesem Freitag im Golfstaat Oman neue Verhandlungen mit dem Iran aufnehmen. Für die Vereinigten Staaten nehmen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an den Gesprächen teil, wie eine hochrangige US-Regierungsbeamtin der Nachrichtenagentur dpa sagte. Unklar bleibt die Tagesordnung. Der Iran möchte sich Außenminister Abbas Araghtschi zufolge auf das iranische Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Huthi im Jemen Themen sein müssten. Araghtschi zufolge sollen die Gespräche für Freitag um 10 Uhr (Ortszeit) in der omanischen Hauptstadt Maskat beginnen . Bis zuletzt hatte eine offizielle Bestätigung des Treffens aus den USA ausgestanden. Ursprünglich sollten die Gespräche in der Türkei stattfinden , auf Wunsch des Iran wurden die Gespräche aber in den Oman verlegt. Außerdem sollten ursprünglich Vertreter mehrerer arabischer und muslimischer Staaten als Beobachter teilnehmen. Der Iran will aber nur bilateral mit den USA verhandeln. Eskalation befürchtet Das israelische Sicherheitskabinett versammelte sich unterdessen zu dringenden Beratungen. Das Thema Iran stehe dabei im Fokus, sagte ein israelischer Repräsentant. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die ursprünglich für Sonntag geplante Sitzung sei wegen der anstehenden Gespräche vorverlegt worden. Die Gespräche gelten als heikel, die Sorge vor einem neuen Krieg war zuletzt wieder gewachsen. US-Präsident Donald Trump hatte dem iranischen Regime zuletzt mit militärischem Eingreifen gedroht , auch wegen ihres brutalen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste . Zudem hat das US-Militär seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und dessen Begleitschiffen. Trump hatte angekündigt, sein weiteres Vorgehen vom Ausgang der Gespräche mit dem Iran abhängig zu machen. "Wir führen Gespräche mit dem Iran, mal sehen, wie sich alles entwickelt", sagte er.