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04.12.2025
16:15 Uhr
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Für eine olympische Goldmedaille erhielten deutsche Athletinnen und Athleten zuletzt 20.000 Euro – abzüglich der Einkommensteuer. Die fällt für die Sportler künftig weg.

Sportlerinnen und Sportler müssen Prämien für Medaillen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen künftig nicht mehr versteuern. Das bewirkte die Bundesregierung durch die Verabschiedung des Steueränderungsgesetzes im Deutschen Bundestag . Die schwarz-rote Koalition hatte die Änderung vor der Abstimmung im Parlament noch in den Entwurf eingebracht. Prämien für Medaillengewinne bei Olympischen Spielen werden damit künftig steuerfrei gestellt. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat für eine Goldmedaille zuletzt beispielsweise 20.000 Euro gezahlt, diese Einnahme war aber einkommensteuerpflichtig. Die Sportlervereinigung Athleten Deutschland befürwortete die Entscheidung. " Medaillengewinnerinnen und -gewinner sind Botschafter*innen der Bundesrepublik und Vorbilder, die tief in die Gesellschaft hineinwirken", sagte Johannes Herber, Geschäftsführer der Vereinigung. Angesichts der großen Anstrengungen, die hinter einem solchen sportlichen Erfolg stecken, sei es "nur folgerichtig, dass Athletinnen und Athleten ihre ohnehin geringen Prämien nicht auch noch versteuern müssen". Zudem forderte Athleten Deutschland, die Steuerfreiheit in Zukunft auch auf Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften, den World Games sowie den Deaflympics im Gehörlosensport auszudehnen. Auch E-Sportler profitieren von dem Gesetz. E-Sport-Vereine sollen demnach als gemeinnützig anerkannt werden. In diesem Fall profitieren sie ab dem kommenden Jahr von bestimmten Steuerbefreiungen und der Aussicht auf staatliche Fördermittel. Der Bundesrat muss dem Steueränderungsgesetz noch zustimmen.