|
13.02.2026
07:45 Uhr
|
EU-Abgeordnete kritisieren den Umgang mit dem Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch. Dessen Helm zum Totengedenken entspreche dem "Kern des olympischen Gedankens".

Rund 40 Europaabgeordnete verschiedener Fraktionen haben sich gegen die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gestellt, den ukrainischen Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch von Olympia auszuschließen. In einem Brief an das IOC schreiben die Abgeordneten: "Wir halten den Ausschluss von Wladyslaw Heraskewytsch und das Verbot des Helms für falsch." Die Sanktionierung des Gedenkens berge die Gefahr, selbst als politische Entscheidung wahrgenommen zu werden und damit den olympischen Gedanken zu untergraben, heißt es in dem Schreiben weiter. "Wir fordern das IOC daher dringend auf, diese Entscheidung zu überdenken." Initiator der Aktion ist der deutsche Grünenpolitiker und Europaabgeordnete Erik Marquardt. Komitee sieht in dem Helm einen Verstoß gegen die Olympische Charta Das Komitee hatte Heraskewytschs Ausschluss damit begründet, dass der Athlet trotz des IOC-Verbots mit einem Helm antreten wollte , auf dem Bilder von im Ukrainekrieg getöteten Athleten zu sehen sind. Es sah im Tragen des Helms einen Verstoß gegen die Olympische Charta , die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld untersagt. Mit Blick auf die Begründung des IOC schreiben die Abgeordneten in ihrem Brief, dass eine Erinnerung an das Leid des Krieges und an die in einem völkerrechtswidrigen Krieg getöteten Sportlerinnen und Sportler keine Propaganda oder politische Demonstration sei. Vielmehr sei das Tragen des Helms ein Ausdruck von Respekt und Erinnerung. "Damit entspricht es dem Kern des olympischen Gedankens", heißt es in dem Brief. Die rund 40 Abgeordneten stammen aus den Fraktionen der Grünen, der Sozialdemokraten, der Linken, der Liberalen und der konservativen EVP, zu der auch CDU und CSU gehören.