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08.02.2026
10:27 Uhr
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Die italienische Ministerpräsidentin sorgt sich angesichts der Proteste bei den Winterspielen um das internationale Bild Italiens. Sie würdigte die Arbeit Ehrenamtlicher.

Nach Protesten in Mailand rund um die Olympischen Winterspiele hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Demonstrierenden beschimpft. Diese nannte sie auf Instagram "Feinde Italiens und der Italiener". Die Bilder der Krawalle seien "im Fernsehen auf der halben Welt" gezeigt worden, schrieb die rechte Regierungschefin weiter. Sie teilte dazu einen Beitrag des US-Senders Fox News. Am Samstagabend hatte sich in der norditalienischen Metropole ein Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes aufgemacht. Dabei warfen einige Teilnehmende Rauchbomben und Molotowcocktails in Richtung der Sicherheitskräfte. Sie kritisierten etwa, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE als Teil der Delegation in Italien sind, aber auch die ökologische Bilanz der Winterspiele. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen. Beschädigungen der Bahninfrastruktur Meloni erwähnte auch einen Vorfall auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes. An drei Stellen des Netzes waren am Samstag Beschädigungen entdeckt worden, was für erhebliche Probleme im Bahnverkehr sorgte. Ermittler schließen nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris dabei um Sabotageakte handeln könnte. "Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles funktioniert", schrieb Meloni weiter. Viele von ihnen seien als Freiwillige unterwegs, "weil sie möchten, dass ihre Nation einen guten Eindruck macht, bewundert und respektiert wird". Ihnen gegenüber stünden die von ihr als Feinde bezeichneten Leute, die "gegen die Olympischen Spiele" demonstrierten, schrieb die Politikerin. Die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo dauern noch bis zum 22. Februar. Sie verteilen sich auf mehrere Austragungsorte in den italienischen Alpen. Die Eröffnungsfeier fand an vier Standorten statt – in Mailand, Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno. Insgesamt sind 2.900 Athletinnen und Athleten angereist. Weitere Nachrichten zu den Olympischen Winterspielen können Sie in unserem Blog verfolgen .