Zeit 13.02.2026
17:40 Uhr

Olympische Spiele: CAS bestätigt Olympia-Ausschluss von ukrainischem Skeletoni


Wladislaw Heraskewytsch ist mit seinem Einspruch vor dem CAS gescheitert. Der ukranische Skeletoni bleibt gesperrt, weil er auf seinem Helm Kriegsopfern gedachte.

Olympische Spiele: CAS bestätigt Olympia-Ausschluss von ukrainischem Skeletoni
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch vom olympischen Skeletonrennen bestätigt. Die Ad-hoc-Kammer des Gerichts wies den Einspruch des 27-Jährigen gegen die Entscheidung des Weltverbands IBSF zurück, der ihn wegen seines Helms mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen disqualifiziert hatte. Heraskewytsch hatte beantragt, mit sofortiger Wirkung in den bereits laufenden Wettkampf wiederaufgenommen zu werden oder alternativ einen vom CAS überwachten offiziellen Lauf bis zur endgültigen Entscheidung des Wettkampfs in Cortina d'Ampezzo durchführen zu dürfen. Die ersten beiden Läufe waren am Donnerstagmorgen ausgetragen worden, am Freitagabend finden die letzten beiden Läufe statt. CAS-Richterin Annett Rombach, eine Expertin im Sportrecht aus Frankfurt am Main, gab in dieser dringlichen Angelegenheit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Recht. Die Einzelrichterin habe "zwar vollstes Verständnis für Herrn Heraskewytschs Gedenken, ist aber an die Richtlinien des IOC zur Meinungsfreiheit von Athleten gebunden", teilte der CAS mit. Auch halte sie die Einschränkungen der Meinungsäußerung "für angemessen und verhältnismäßig". Athleten hätten abseits der Wettkämpfe die Möglichkeit, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, etwa in Mixed Zones, bei Pressekonferenzen oder in sozialen Netzwerken. "Die Wahrheit wird sich durchsetzen" Wie schon in den vergangenen Tagen gab sich Heraskewytsch auch nach der knapp dreistündigen Anhörung in einem Hotel im Herzen Mailands zuversichtlich. "Ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Gelegenheit erhalten habe. Ich sehe happy aus, denn ich bin sehr positiv gestimmt darüber, wie es gelaufen ist", sagte er. "Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Ich weiß, dass ich mir nichts habe zuschulden kommen lassen." Heraskewytsch hatte sich am Donnerstag vor dem Start des ersten Durchgangs in Cortina d'Ampezzo geweigert, auf das Tragen seines Gedenk-Helms zu verzichten . Darauf sind Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Angriffen ums Leben gekommen sind. Das IOC hatte dem Ukrainer die Erlaubnis verweigert, mit dem Helm seinen Wettkampf zu bestreiten. Auf dieser Basis hatte ihn die IBSF ausgeschlossen .