Zeit 18.02.2026
15:49 Uhr

Olympia: Deutsches Eishockeyteam scheidet im Viertelfinale aus


Für die deutschen Eishockeyspieler ist der Traum von einer Medaille bei den Winterspielen vorbei. Gegen die Slowakei verliert das Team um Leon Draisaitl deutlich.

Olympia: Deutsches Eishockeyteam scheidet im Viertelfinale aus
Deutschlands Eishockeyspieler um NHL-Superstar Leon Draisaitl haben im olympischen Viertelfinale ein Debakel erlebt. Die vermeintlich stärkste deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Geschichte hat im fünften Spiel innerhalb von sieben Tagen gegen die Slowakei klar mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) verloren. Pavol Regenda (19., 41.), Miloš Kelemen, Oliver Okuliar (beide 25.), Dalibor Dvorský (31.) und Tomáš Tatar (56.) trafen für die Slowaken, die Deutschland wie schon 2022 in Peking aus dem olympischen Turnier warfen. Lukas Reichel auf Vorlage von Draisaitl (35.) und Frederik Tiffels (51.) sorgten in Mailand für die beiden deutschen Tore. Vor dem Duell mit dem Olympiadritten von 2022 hatten die deutschen Spieler noch auf die historische Chance bei den Winterspielen hingewiesen. Verteidiger Moritz Seider von den Detroit Red Wings sagte vor dem Viertelfinale: "Das Halbfinale ist zum Greifen nah. Jetzt liegt es an uns, das Ganze zu reißen. Wir müssen uns klarmachen, wie groß die Chance jetzt wirklich ist, um eine Medaille zu kämpfen." Defensive Probleme bei der deutschen Mannschaft Dem DEB-Team, das 2018 sensationell die Silbermedaille gewonnen hatte, fehlte es jedoch vor allem in der Defensive an der Qualität in der Breite. Insbesondere das Abwehrduo Kai Wissmann und Jonas Müller erwischte gegen die Slowaken einen schlechten Tag. So leitete ein schwerer Patzer von Wissmann im Anfangsdrittel die Führung der Slowakei (19.) durch Regenda ein. Im Mittelabschnitt mehrten sich dann die Fehler der deutschen Mannschaft: Lukas Kälble rutschte vor dem zweiten Gegentor von Kelemen (25.) aus. Nur 33 Sekunden später ermöglichte eine falsche Entscheidung von Verteidiger Müller den dritten slowakischen Treffer von Okuliar. Das deutsche Angriffsspiel blieb dagegen zu umständlich. Als Draisaitl Reichel endlich den ersten Treffer auflegte, hatte die Slowakei durch Dvorský bereits zum vierten Mal getroffen. Hoffnungen auf eine deutsche Aufholjagd wurden nach nur einer Minute im Schlussdrittel zunichtegemacht. Mit seinem zweiten Treffer sorgte NHL-Stürmer Regenda (41.) für die endgültige Entscheidung. Ein weiterer deutscher Überzahltreffer von Tiffels neun Minuten später kam zu spät. Als Bundestrainer Harold Kreis Torhüter Philipp Grubauer für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis nahm, fiel sogleich das 2:6 durch Tatar (57.). "Das waren heute einfach zu viele Fehler" "Das zweite Drittel hat uns das Genick gebrochen", sagte Tiffels nach dem Spiel und ergänzte: "Die Slowaken haben das ausgenutzt, dann sieht es natürlich blöd aus, wenn es mit 1:4 ins letzte Drittel geht. Im Endeffekt war es ein deutliches Ergebnis, und gleichzeitig haben die Slowaken die Kleinigkeiten besser gemacht, die Zweikämpfe in den richtigen Momenten gewonnen." Draisaitl sagte nach dem Spiel: "Das waren heute einfach zu viele Fehler, ich weiß nicht, wie viele Konter wir zugelassen haben." Er zog ein bitteres Fazit seiner Olympia-Premiere: "Wir haben nie wirklich zu unserem Spiel gefunden. Wir sind verdient ausgeschieden." Verfolgen Sie die Ergebnisse der Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen in unserem Liveblog .