Zeit 21.11.2025
12:05 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr: Deutschlandticket ist bis 2030 finanziell abgesichert


Der Bundesrat hat der Gesetzesänderung zur Finanzabsicherung des Deutschlandtickets zugestimmt. Bis 2030 werden drei Milliarden Euro von Bund und Ländern bereitgestellt.

Öffentlicher Nahverkehr: Deutschlandticket ist bis 2030 finanziell abgesichert
Der Bundesrat hat der finanziellen Absicherung des Deutschlandtickets bis ins Jahr 2030 zugestimmt. Dazu beschloss der Rat eine zuvor vom Bundestag abgesegnete Gesetzesänderung. Demnach sollen insgesamt drei Milliarden Euro zum Ausgleich von Einnahmeverlusten bei Verkehrsunternehmen bereitgestellt werden. Bund und Länder werden jeweils 1,5 Milliarden Euro beisteuern. Die Verkehrsminister einigten sich im September auf eine längere Absicherung des Tickets. Zuvor gab es Ärger über den Preis des Deutschlandtickets, da es günstiger ist als so manches regionale Abo. Der Preis wird ab 2026 nochmals erhöht: von 58 Euro auf 63 Euro im Monat. Erst zu Beginn des Jahres 2025 wurde der Preis von 49 Euro heraufgesetzt. Ab 2027 soll ein neuer Preisindex die Kosten festlegen. Er soll sich unter anderem an den Strom- und Personalkosten orientieren. Der Streit um das Ticket soll so verhindert werden. Flickenteppich wurde verhindert Branchenangaben zufolge nutzen derzeit 14 Millionen Menschen das Deutschlandticket. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sagte, es handele sich um ein "starkes Signal für den ÖPNV". Auf diesem Wege schütze man außerdem die Landeshaushalte vor einer Überlastung. Zudem hätte sich ohne die getroffene Regelung ein "Flickenteppich" entwickelt. Das Augenmerk müsse nun auf die Trassenpreise gerichtet werden, sagte Rehlinger. Zu hohe Kosten könnten dazu führen, dass das Geld nicht ausreicht. "Wir hätten am Ende ein unfassbar beliebtes Ticket, aber keinen Zug mehr. Das will, glaube ich, niemand in diesem Land."