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29.01.2026
15:24 Uhr
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In fünf Städten sind insgesamt rund 12.000 Angestellte aus dem Bildungsbereich auf die Straße gegangen. Derzeit läuft die letzte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt.

Etwa 12.000 Beschäftigte aus dem Bildungssektor haben bundesweit für höhere Löhne gestreikt. Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte, gab es Kundgebungen in fünf Großstädten, darunter in Berlin , Hamburg , Leipzig , Mannheim und Köln . Dort demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft jeweils zwei- bis dreitausend Menschen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. Vom 11. bis zum 13. Februar ist in Potsdam die letzte Verhandlungsrunde angesetzt. Dann entscheidet sich, wie Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Bundesländer künftig tariflich bezahlt werden. Es geht um Löhne von rund 2,6 Millionen Beschäftigten der Bundesländer. Von ihnen arbeitet etwa die Hälfte im Bildungsbereich. Vor der Verhandlungsrunde versuchen die Gewerkschaften, mit Streiks in verschiedenen Branchen Druck aufzubauen. Sieben Prozent mehr Lohn? Die GEW möchte sieben Prozent mehr Gehalt durchsetzen, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern warf der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), ihrem Verhandlungspartner, eine Blockadehaltung vor. Über den Streiktag sagte Finnern: "Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen." In der nächsten Tarifrunde müsse ein Angebot vorgelegt werden, das die Leistungen der Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen schätze. Die Finanzminister der Bundesländer hatten die Forderungen der Gewerkschafter als überhöht zurückgewiesen. Sie hatten bisher kein eigenes Angebot vorgelegt, sondern einen sogenannten Einigungskorridor. Im Wesentlichen sieht dieser einen Inflationsausgleich vor, der eine Laufzeit von 29 Monaten umfasst.