Zeit 13.02.2026
14:50 Uhr

Öffentlicher Dienst : Noch keine Einigung im Tarifstreit für öffentlichen Dienst in Sicht


Seit Mittwoch verhandeln die Gewerkschaft Ver.di und der Beamtenbund DBB über Gehaltserhöhungen. Laut einem Ver.di-Sprecher kann eine Einigung auch bis Samstag dauern.

Öffentlicher Dienst : Noch keine Einigung im Tarifstreit für öffentlichen Dienst in Sicht
Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben sich die Beteiligten noch nicht geeinigt. Es sei offen, ob ein Durchbruch bis zum Abend gelinge, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di in Potsdam. Eine Einigung könnte es auch noch in der Nacht oder am Samstag geben. Insgesamt betreffen die Verhandlungen 2,2 Millionen Menschen. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen haben sich die Gewerkschaften und Tarifgemeinschaft deutscher Länder in den Schlussverhandlungen noch nicht auf Punkte einigen können, die für die Gewerkschaften wichtig waren: gleiche Regeln für den Kündigungsschutz, Verbesserungen für Azubis und eine Ost-West-Angleichung bei manchen der Länder-Beschäftigten. So verzögerten sich auch Fortschritte bei der Diskussion um eine lineare Einkommenserhöhung. Seit Mittwoch verhandeln Ver.di und der Beamtenbund (DBB) in Potsdam in der Schlussrunde über das Einkommen von rund 900.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Der Abschluss soll auch auf mehr als 1,3 Millionen Beamten und Pensionäre übertragen werden. Angebote der Länder lehnten die Gewerkschaften bisher ab und kritisierten sie als zu gering. Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), der als Verhandlungsführer der GdL tätig ist, hatte beispielsweise Eckpunkte mit einer Steigerung "im Saldo über 5 Prozent" vorlegt. GdL-Verhandlungsführer: Zentrales Argument der Länder verliert an Bedeutung Ver.di und der DBB fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten und sieben Prozent mehr Geld im Monat, mindestens sollen es aber 300 Euro sein. Ein zentrales Argument der Länder dafür war, dass ein guter Lohnabschluss für die Stellenbesetzung in den Ländern nötig ist. Weil es aber wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation leichter sei, an Arbeitskräfte kommen, könnte das Argument Dressel zufolge an Bedeutung verlieren. Wenn eine Einigung bei den Verhandlungen am Freitagabend nicht gelingt, kann es zur Vertagung auf eine vierte Runde kommen. Sollten die Gespräche scheitern, sind eine Urabstimmung und ein Vollstreik möglich, sagte DBB-Chef Volker Geyer. Damit wird laut Verhandlungskreisen aber nicht gerechnet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.