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05.03.2026
12:52 Uhr
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Die Bundesbank hat 2025 einen Verlust von 8,6 Milliarden Euro gemacht. Damit kann sie trotz roter Zahlen ihren Verlust mehr als halbieren.

Die Bundesbank hat auch 2025 einen Milliardenverlust gemacht, ist jedoch nicht mehr so tief in die roten Zahlen geraten. Angesichts einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage sank der Jahresfehlbetrag gegenüber 2024 (19 Milliarden Euro) um mehr als die Hälfte auf 8,6 Milliarden Euro. Damit ist der Stand 2025 der zweithöchste Fehlbetrag in der Geschichte der Notenbank. Demnach fällt eine Gewinnüberweisung aus Frankfurt an den Bund im sechsten Jahr in Folge aus. "Wir haben zwar weiter finanzielle Belastungen zu tragen, sie lassen aber nach", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel bei der Vorstellung des Jahresabschlusses. Aus heutiger Sicht dürfte sich diese positive Entwicklung fortsetzen. Gleichwohl werde die Bundesbank "im laufenden Jahr erneut einen Jahresfehlbetrag ausweisen". Der Bilanzverlust, der sich aus dem Verlustvortrag und dem aktuellen Jahresfehlbetrag ergibt, beläuft sich derzeit insgesamt auf 27,8 Milliarden Euro. Die Belastungen der Bundesbank seien vorübergehend, betonte Nagel. "Künftige Jahresüberschüsse werden wir nutzen, um den aufgelaufenen Bilanzverlust aus eigener Kraft ab- und die notwendige Risikovorsorge aufzubauen." Auch mit einem Bilanzverlust könne die Bundesbank ihre Aufgaben vollumfänglich erfüllen. Sie habe eine solide Bilanz. Auch die EZB tief in den roten Zahlen Inzwischen ist die Inflation von Höchstständen weit entfernt, daher hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum wieder gesenkt. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagensatz liegt bei 2,0 Prozent. Dennoch stehen auch in der EZB-Bilanz für 2025 rote Zahlen: Gut 1,25 Milliarden Euro Minus hat die Notenbank gemacht. Damit fällt eine Gewinnausschüttung an die nationalen Zentralbanken im Euroraum, darunter die Bundesbank, erneut aus. 2024 hatte die EZB mit mehr als 7,9 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer Geschichte verbucht. Die EZB erwartet, dass sie 2026 oder 2027 in die Gewinnzone zurückkehren wird. Bis die nationalen Zentralbanken im Euroraum wieder von Ausschüttungen profitieren, kann es aber noch Jahre dauern: Die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen rund 10,5 Milliarden Euro Verlust schleppt die EZB in ihrer Bilanz mit, bis diese durch künftige Gewinne ausgeglichen werden können.