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29.11.2025
15:45 Uhr
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Der Name der neuen AfD-Jugend schien festzustehen. Doch vor der Abstimmung wurde lange über Alternativen diskutiert. Am Ende bekam Generation Deutschland die Mehrheit.

Die neue Jugendorganisation der AfD soll den Namen Generation Deutschland tragen. Bei der Gründungsversammlung in Gießen entschied sich die Mehrheit der Teilnehmenden für den vorgelegten Entwurf des Status – und damit auch für diese Bezeichnung. Der AfD-Bundesvorstand muss dem Namen noch zustimmen. Er muss am Ende das Statut und damit auch den Namen der Parteijugend genehmigen. Der Entscheidung vorausgegangen war eine längere Debatte über verschiedene Namensvorschläge. Ein Antrag, die Organisation Jugend Germania zu nennen, wurde nach kontroverser Diskussion abgelehnt. Ebenfalls keine Mehrheit fand der Vorschlag, den bisherigen Namen Junge Alternative (JA) beizubehalten. Der Antrag wurde unter anderem damit begründet, dass der Name JA bekannt sei und entsprechende Domain-Rechte für Online-Seiten und Social-Media-Konten bereits vorlägen. Einem entsprechenden Antrag stimmte aber nur rund ein Drittel der Mitglieder zu. Größe künftiger Delegiertenversammlungen Auch die Nähe der Jugendorganisation zur Mutterpartei war Inhalt der Diskussion zum Statut, ebenso die Größe künftiger Delegiertenversammlungen. Auch um den politischen Kurs der Mutterpartei wurde gesprochen: Ein künftiges Mitglied kritisierte das zuletzt uneinheitliche Bild der AfD in der Russlandpolitik und beim Thema Migration. Schließlich wurde die neue Satzung nach einer lediglich gut einstündigen Debatte beschlossen. Laut Sitzungsleitung gab es einige Gegenstimmen und einige Enthaltungen, es habe aber eine "große Mehrheit" und mehr als zwei Drittel der Delegierten zugestimmt. Plenum wählt Jean-Pascal Hohm zum Bundesvorsitzenden Zum Bundesvorsitzenden der Generation Deutschland wählten die Teilnehmer erwartungsgemäß Jean-Pascal Hohm. Die Gründungsversammlung wählte den 28-Jährigen mit 90 Prozent der Stimmen, zehn Prozent der Abstimmungsteilnehmer votierten mit Nein. Hohm wird dem rechten Flügel der Partei zugerechnet und gehört dem Brandenburger Landesverband an, der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft wird. Für die neue Jugendorganisation soll eine Altersgrenze von 35 Jahren gelten. Anders als bei der Jungen Alternative muss jedes Mitglied ab 16 Jahren der neuen Jugendorganisation auch der AfD angehören und ist damit disziplinarisch der Mutterpartei unterworfen. Mit der Neugründung soll die Jugendorganisation enger in die Parteistrukturen eingebunden werden als ihre Vorgängerin. Die frühere Junge Alternative war zu Jahresbeginn aufgelöst worden, nachdem sie von den Sicherheitsbehörden als rechtsextrem eingestuft worden war.