Zeit 04.02.2026
15:50 Uhr

Nestlé: Justiz prüft nach neuem Rückruf von Nestlé-Babynahrung Todesfälle


Nestlé ruft in Frankreich weitere Produkte für Säuglinge zurück. Ob der Tod von zwei Babys mit belasteter Nahrung zusammenhängt, wird von der Justiz geprüft.

Nestlé: Justiz prüft nach neuem Rückruf von Nestlé-Babynahrung Todesfälle
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ‌hat seinen bereits groß angelegten Rückruf von Säuglingsnahrung ausgeweitet. Die französische Justiz ermittelt, ob es einen ‍möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod zweier Säuglinge und zurückgerufenen Produkten gibt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das französische Gesundheitsministerium und Nestlé teilten mit, es gebe aktuell keine Beweise für einen solchen Zusammenhang. Ermittlungsergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Zuvor hatte Frankreich den Grenzwert für das Gift Cereulid gesenkt. Vom Rückruf betroffen sei die Nestlé-Marke Guigoz, ​wie der Schweizer Konzern ‌mitteilte. Nestlé hatte bereits ‌ im Januar und Dezember Produkte von Guigoz und anderen Marken zurückgerufen. Das Gift Cereulid, das Übelkeit und Erbrechen verursachen kann, wurde in ⁠Zutaten aus einer chinesischen Fabrik nachgewiesen. Die Fabrik beliefert zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter auch Danone und Lactalis. Die Giftfunde führten in mehreren Ländern zu Rückrufen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte am Montag einen neuen Richtwert für den Giftstoff Cereulid in Babynahrung festgelegt. Zuvor hatte die Europäische Kommission die EFSA um eine Einschätzung gebeten, wie gefährlich der Stoff für Säuglinge ist. Die Behörde mit Sitz im italienischen Parma reagierte mit einer zügigen Risikobewertung und legte erstmals einen klaren Sicherheitsrichtwert speziell für Babys fest.