Zeit 22.01.2026
13:37 Uhr

Nahverkehrszug kollidiert mit Baukran: Verletzte bei drittem Zugunglück in Spanien innerhalb einer Woche


In Südspanien ist ein Nahverkehrszug mit einem Baukran zusammengeprallt. Mehrere Personen sind verletzt, mindestens eine davon schwer.

Nahverkehrszug kollidiert mit Baukran: Verletzte bei drittem Zugunglück in Spanien innerhalb einer Woche
Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist in Spanien ein Zug verunglückt. Ein Nahverkehrszug stieß dabei in der Stadt Cartagena im Südosten Spaniens mit einem Baukran zusammen, wie das spanische Bahnunternehmen Renfe mitteilte. Bei dem Aufprall seien mehrere Menschen verletzt worden, davon mindestens eine Person schwer. Der Vorfall habe sich auf der Bahnstrecke bei der Ortschaft Alumbres ereignet. Der Zugverkehr sei dort derzeit unterbrochen, teilte der Betreiber mit. Laut ersten Hinweisen handelt es sich bei dem Zug um eine Schmalspurbahn des örtlichen Betreibers. Am Sonntag waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge im südlichen Andalusien miteinander kollidiert , dabei waren 43 Menschen gestorben. Am Dienstagabend war ein Zugführer im Nordosten Kataloniens gestorben , weil eine Stützmauer nahe Gelida öftlich von Barcelona während eines Sturms auf die Gleise gestürzt war. Zahlreiche Stornierungen Bereits der erste Unfall hatte in Spanien eine Debatte über die Sicherheit auf der Schiene ausgelöst. Viele Buchungen waren nach dem ersten Unfall storniert worden. Konkrete Zahlen gibt es dafür bisher nicht, dafür Berichte über halbleere Züge. Spätestens der zweite Unfall löste unter vielen Spaniern große Furcht vor dem Zugfahren aus. Die spanische Zugführergewerkschaft rief inzwischen zum Streik auf. Zugführer im ganzen Land sollten ab dem 9. Februar für drei Tage ihre Arbeit niederlegen. Damit sollten sie ihren Forderungen nach mehr Sicherheit auf der Schiene Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaft hatte erklärt, Bahnbeschäftigte hätten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme auf Streckenabschnitten gemeldet, ohne dass etwas unternommen worden sei. Dies müsse für die Verantwortlichen strafrechtliche Folgen haben. Mittlerweile stehen alle spanischen Bahnstrecken auf dem Prüfstand.