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20.12.2025
09:18 Uhr
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In der Nacht hat das US-Militär über 70 IS-Ziele in Syrien angegriffen. Mindestens fünf mutmaßliche IS-Mitglieder wurden dabei getötet, darunter auch ein Anführer.

Bei den US-Luftangriffen in Syrien sind mindestens fünf mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter den Toten in der Provinz Deir Essor soll auch ein Anführer einer IS-Zelle sein, welche in der Region im Osten Syriens für Drohneneinsätze verantwortlich war. In der Nacht auf Samstag hatte das US-Militär nach eigenen Angaben über 70 IS-Ziele in Syrien angegriffen. Mit Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Artillerie zerstörte es unter anderem Waffenlager und Infrastruktur der Miliz, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mitteilte. US-Präsident Donald Trump sprach von "sehr schweren" Vergeltungsmaßnahmen für einen Anschlag in Palmyra am vergangenen Samstag. Bei diesem Angriff wurden nach Angaben von Centcom zwei US-Soldaten und ein US-Übersetzer von einem mutmaßlichen IS-Mitglied getötet . Hegseth nennt den Angriff einen Ausdruck der Rache Der Einsatz gegen die IS-Ziele in Syrien sei kein Beginn eines Kriegs, sondern Ausdruck der "Rache" der Vereinigten Staaten, schrieb Verteidigungsminister Pete Hegseth bei X. Bei den Angriffen in der Nacht zum Samstag seien mehr als 100 Präzisionswaffen eingesetzt worden – darunter Bomben und Raketen, wie das US-Militär mitteilte. "Wir werden Terroristen, die Amerikanern oder unseren Partnern in der Region schaden wollen, weiterhin schonungslos verfolgen", teilte Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper. Auch jordanische Kampfflugzeuge unterstützten den Einsatz. Der Anschlag war der erste Vorfall dieser Art seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad durch die islamistische HTS-Miliz und ihre Verbündeten im Dezember vergangenen Jahres. Gleichzeitig war es der erste Vorfall seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und den USA. Die USA führen in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Der Einsatz begann, nachdem der IS 2014 große Gebiete in beiden Ländern erobert hatte. Militärisch gilt der IS zwar als besiegt, in beiden Ländern sind jedoch weiterhin Kämpfer aktiv, die Anschläge verüben.