Zeit 09.02.2026
15:15 Uhr

Münchner Sicherheitskonferenz: Marco Rubio führt US-Delegation bei Sicherheitskonferenz an


Die transatlantischen Beziehungen sind ein zentrales Thema der Münchner Sicherheitskonferenz. Aus den USA reist neben Marco Rubio auch der Trump-Gegner Gavin Newsom an.

Münchner Sicherheitskonferenz: Marco Rubio führt US-Delegation bei Sicherheitskonferenz an
Die Delegation der USA bei der Münchner Sicherheitskonferenz wird in diesem Jahr von Außenminister Marco Rubio angeführt. Wie Konferenzleiter Wolfgang Ischinger bei einer Pressekonferenz ankündigte, will Rubio mit mehr als 50 US-Kongressmitgliedern anreisen. Neben dem US-Außenminister erwartet Ischinger auch einige der schärfsten Gegner Trumps, darunter der kalifornische Gouverneur und mögliche Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten Gavin Newsom , die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer. Er rechne auch mit der Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagte Ischinger weiter. Thematische Schwerpunkte der Konferenz seien unter anderem die Fähigkeit Europas, "sich selbst künftig stärker mit eigenen Kräften durchzusetzen", weltweite Konflikte wie der Ukrainekrieg und die kriselnden transatlantischen Beziehungen, sagte Ischinger. Sowohl Rubio als auch Newsom sollen am Samstag bei der Konferenz sprechen. Im vergangenen Jahr hatte US-Vizepräsident JD Vance die Europäer heftig angegriffen und damit große Empörung ausgelöst. So hatte er Verbündeten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit in ihren Ländern vorgeworfen. Vonseiten Rubios erwartet Ischinger einen solchen Eklat nicht. Er gehe davon aus, dass Rubio in erster Linie über die US-Außenpolitik reden werde. Newsom wirft Europäern Unterwürfigkeit gegenüber Trump vor Auch der Demokrat Newsom war jüngst mit Kritik an Europa aufgefallen: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos warf der 58-Jährige Europas Staats- und Regierungschefs eine unterwürfige Haltung gegenüber Trump vor. "Ich kann diese Komplizenschaft nicht mehr ertragen, wie Leute klein beigeben", sagte er. "Ich hätte einen Haufen Knieschoner mitbringen sollen für die ganzen Staatenlenker." Es sei an der Zeit, Haltung zu zeigen. "Es ist Zeit, aufzustehen, standhaft zu sein und Rückgrat zu zeigen." Insgesamt werden zur 62. Auflage der Sicherheitskonferenz laut Ischinger mehr als tausend Teilnehmer aus etwa 120 Staaten erwartet, unter ihnen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie fast hundert Außen- und Verteidigungsminister. Eröffnet wird das Treffen am frühen Freitagnachmittag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).