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06.03.2026
19:09 Uhr
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Reiter hat jedes Jahr 20.000 Euro für sein Engagement im Verwaltungsbeirat des FC Bayern bekommen – ohne Absprache mit dem Stadtrat. Die Opposition fordert den Rücktritt.

Die Regierung von Oberbayern prüft die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). "Mit dem gestrigen Pressestatement von Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter liegen nun neue Tatsachen vor, die die Regierung von Oberbayern zum Anlass nimmt, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens zu prüfen", zitierte die Süddeutsche Zeitung einen Sprecher der Behörde. Reiter stellt sich am kommenden Sonntag zur Wiederwahl. Die Regierung von Oberbayern ist die zuständige Rechtsaufsichtsbehörde für die Landeshauptstadt München als kreisfreie Gemeinde. Sie wacht über die Einhaltung der Gesetze durch die Stadtverwaltung, deren oberster Chef Reiter ist. In die Bewertung des Sachverhalts werde "auch die von der Landeshauptstadt München als Dienstherrin des Oberbürgermeisters angekündigte Überprüfung der Sach- und Rechtslage einfließen", sagte der Sprecher der Regierung weiter. Der Oberbürgermeister hatte am Donnerstagnachmittag in einer Erklärung eingeräumt, seit Ende 2021 für sein Engagement im Verwaltungsbeirat des FC Bayern München halbjährlich 10.000 Euro erhalten zu haben. " Dass dadurch eine Genehmigung des Stadtrats notwendig gewesen wäre, war mir nicht bewusst ", teilte Reiter mit. Bei Einkünften, die mehr als 10.000 Euro jährlich einbringen, muss das Gremium normalerweise vorab befasst werden. Die Grünen werfen Reiter Täuschung vor, Linke und ÖDP forderten seinen Rücktritt . Reiter stellt sich am Sonntag zur Wahl Reiter ist seit 2014 Oberbürgermeister von München. Bei der Wahl am Sonntag strebt er eine dritte Amtszeit an . Im Verwaltungsbeirat des Fußball-Rekordmeisters wirkt er seit 2017. Nach dem Ausscheiden des langjährigen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) aus dem Verwaltungsbeiratsvorstand des FC Bayern war Reiter im Februar in die Führungsrolle des Gremiums aufgerückt. Als erster Mann des Verwaltungsbeirats erhält er auch einen Sitz im Aufsichtsrat des Klubs. Über die Honorierung dieses Postens und die Frage, ob er auch hierfür vorab eine Genehmigung des Münchner Stadtrats hätte einholen müssen, gibt es ebenfalls Diskussionen.