Zeit 14.02.2026
13:25 Uhr

München: 80.000 Menschen demonstrieren in München gegen das iranische Regime


Zeitgleich zur Münchner Sicherheitskonferenz demonstrieren in der Stadt Menschen gegen die Führung des Iran. 15 weitere Demonstrationen sind angemeldet.

München: 80.000 Menschen demonstrieren in München gegen das iranische Regime
In München demonstrieren auf der Theresienwiese rund 80.000 Menschen gegen das Regime im Iran und um auf die Menschenrechtslage im Iran aufmerksam zu machen. Es gebe einen anhaltend starken Zulauf zu der Veranstaltung, sagte ein Polizeisprecher. Viele kommen mit iranischen Flaggen und manche mit Porträts von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten Schahs von Persien . Die Demonstration mit dem Titel "Menschenrechte und Freiheit für Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk" wird von dem Verein The Munich Circle organisiert. Parallel werden Großdemos in Toronto und Los Angeles veranstaltet. Menschen wurden aufgerufen, weltweit gegen die iranische Führung zu demonstrieren. Im Iran hatte es um den Jahreswechsel wochenlange Massenproteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Bis zu 30.000 Menschen sollen getötet worden sein. Der Zeitpunkt während der Münchner Sicherheitskonferenz sei für die Versammlung bewusst gewählt worden, teilten die Veranstalter mit. Zu der Konferenz an diesem Wochenende sind politische und sicherheitspolitische Entscheidungsträger aus aller Welt angereist. Reza Pahlavi hat zu Protesten aufgerufen Die Veranstalter in München hatten eine rekordverdächtige Demonstration mit 100.000 Teilnehmern angekündigt. Der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten iranischen Schahs Reza Pahlavi hat in sozialen Medien zu dem Protest aufgerufen. Er ist selbst Gast der Sicherheitskonferenz. Pahlavi hat vor Ort US-Präsident Donald Trump aufgerufen, dem iranischen Volk zu helfen. "Es ist Zeit, die Islamische Republik zu beenden", sagte Pahlavi am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Nur eine "schnelle Intervention" werde dazu beitragen, mehr Leben zu retten und der Sicherheit in der Region zu helfen. Weiter sagte er, sein "einziges Ziel" sei es, "den Tag zu erleben, an dem das iranische Volk seine Regierung wählen kann". Es gehe ihm um einen demokratischen Prozess. "Ich strebe nicht nach einem Titel, ich will mir keine Krone auf den Kopf setzen", sagte Pahlavi. Die iranische Opposition ist gespalten, und Pahlavi steht wegen seiner Unterstützung für Israel in der Kritik. Zudem distanzierte er sich nie von der autokratischen Herrschaft seines Vaters. Weitere Demonstrationen in München Wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in München mitteilt, sind etliche weitere Demonstrationen für das Wochenende angekündigt. Es sollen mehr als 15 weitere Versammlungen im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz angemeldet worden sein. Die Münchner Sicherheitskonferenz (13. bis 15. Februar) gilt als weltweit wichtigstes Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Nach Angaben der Konferenzleitung werden mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 100 Außen- und Verteidigungsminister erwartet.