Zeit 04.02.2026
17:28 Uhr

Misstrauensvotum in Thüringen: Höcke provoziert erneut – und scheitert


Die AfD versucht, mit einem Misstrauensvotum Thüringens Ministerpräsidenten zu stürzen – und scheitert. Alles nur Inszenierung? Und: der Bundeskanzler in den Golfstaaten.

Misstrauensvotum in Thüringen: Höcke provoziert erneut – und scheitert
Das Misstrauensvotum gegen Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) ist gescheitert. Der Chef der thüringischen AfD, Björn Höcke, bekam keine Mehrheit. Er erhielt 33 von 85 abgegebenen Stimmen und damit eine Stimme mehr als die Anzahl der AfD-Landtagsabgeordneten. Den Antrag begründete Höcke mit dem Rechtsstreit über Voigts Doktortitel und damit, dass die Thüringer kein Vertrauen in ihren Ministerpräsidenten mehr hätten. Vor der Abstimmung sprachen sich SPD und BSW für Voigt als Ministerpräsidenten aus, die Linke beschränkte sich auf die Position, Höcke niemals zum Ministerpräsidenten zu wählen. Mario Voigt leitet zusammen mit SPD und BSW eine von der Linken tolerierte Minderheitsregierung. Wie lief die Debatte ab? Und wem hat Voigt den Machterhalt zu verdanken? Diese und weitere Fragen beantwortet Martin Nejezchleba , Redakteur der ZEIT im Osten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist am heutigen Mittwoch nach Saudi-Arabien. Von dort wird es für ihn weiter nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Mit der Reise will die Bundesregierung die Verbindungen in die Golfregion weiter intensivieren. Zuletzt waren Umweltminister Carsten Schneider (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in der Region. Auf der Kanzler-Agenda stehen diverse Themen, vor allem Energie und Rüstung. Spricht Merz in den autoritär regierten Staaten auch die Menschenrechtslage an? Und was bringen enge Verbindungen in die Region wirklich? Diese und weitere Fragen beantwortet Fabian Reinbold , politischer Korrespondent der ZEIT. Ein ungarisches Gericht hat die Deutsche Maja T. zu acht Jahren Haft verurteilt. Sie war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert worden . Ihr wurde vorgeworfen, im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Aktivisten Angehörige der rechtsextremen Szene in Budapest angegriffen zu haben. Doch die Umstände ihrer Auslieferung sind hoch umstritten. Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur der ZEIT, hat den Prozess begleitet und weiß, ob Maja T. die Haftstrafe demnächst vielleicht doch in Deutschland ableisten kann. Außerdem teilt er Details aus seinem Gespräch mit Majas Vater. Ein 36-jähriger Zugbegleiter ist nach einem Angriff in einem Regionalexpress verstorben. Gegen den mutmaßlichen Täter, einen 26-jährigen Mann, wurde Haftbefehl erlassen. Laut der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft habe der Mann den Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle angegriffen und ins Koma geprügelt. Seit Montag hatten Ärzte versucht, ihn am Leben zu halten. Die Gewerkschaft rief zu einer Schweigeminute am Mittwochnachmittag auf. Und sonst so? Tierische Helfer gegen Reisestress. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Constanze Kainz und Helena Schmidt Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .