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24.01.2026
18:24 Uhr
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Laut dem Gouverneur von Minnesota haben Bundesbeamte in Minneapolis erneut auf eine Person geschossen. Der Mann sei dabei getötet worden, berichten US-Medien.

In Minneapolis haben Bundesbeamte nach Angaben lokaler Behörden erneut auf einen Menschen geschossen. Das teilten die Stadtverwaltung sowie der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, mit. Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, zufolge sei der Mann gestorben. Das sagte O’Hara dem Sender CNN . Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf Daten eines Krankenhauses ebenfalls, dass der Mann gestorben sei. Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar. "Ich habe gerade mit dem Weißen Haus gesprochen, nachdem es heute Morgen erneut zu einer schrecklichen Schießerei durch Bundesbeamte gekommen ist", schrieb Walz auf der Social-Media-Plattform X . "Das ist widerlich. Der Präsident muss diese Operation beenden. Ziehen Sie die Tausenden von gewalttätigen, ungeschulten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt." Berichten zufolge wurden die Schüsse auf den Mann im Süden von Minneapolis abgegeben. Ein online kursierenden Video, das sich im Süden der Stadt verorten lässt, soll den Vorfall zeigen. Zu sehen ist aus einiger Entfernung, wie mehrere Beamte einen Mann niederringen, bevor die Schüsse abgegeben werden. Auch wenn sich der Ort verifizieren lässt, ist die Authentizität des Videos zunächst nicht vollständig bestätigt. Proteste am Ort des Geschehens Eine Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums teilte der Nachrichtenagentur AP mit, die angeschossene Person habe eine Schusswaffe mit zwei Magazinen bei sich gehabt. Die Lage entwickele sich noch. Das Ministerium veröffentlichte außerdem das Foto einer Handfeuerwaffe, die sich bei der erschossenen Person befunden haben soll. Es ist unklar, wie es zu den tödlichen Schüssen kam und inwiefern die Waffe des getöteten Mannes eine Rolle spielte. Lokale US-Fernsehsender zeigen nach den tödlichen Schüssen Proteste rund um den Ort des Geschehens in Minneapolis, explodierende Tränengas-Patronen, viele Polizeikräfte auf der Straße und eine unübersichtliche Lage. Fahrzeuge mit FBI-Beamten sollen zum Tatort gefahren sein. Widerstand gegen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE In Minneapolis gab es am Freitag und Samstag Proteste Tausender Menschen gegen die umstrittenen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE . Am Freitag haben Tausende Menschen in Minnesota an einem koordinierten Aktionstag mit Streiks und mehreren Demonstrationen teilgenommen. Hunderte Geschäfte blieben geschlossen, Beschäftigte blieben der Arbeit fern, Studierende und Schüler dem Unterricht. Zu den Protesten gehörten Kundgebungen, Gebete und Märsche in den Zwillingsstädten Minneapolis und St. Paul trotz eisiger Temperaturen sowie eine Demonstration am Flughafen Minneapolis–St. Paul. Seit dem 7. Januar versammeln sich täglich Demonstranten in den Twin Cities Minneapolis und St. Paul. An diesem Tag wurde die 37-jährige dreifache Mutter Renee Good von einem ICE-Beamten erschossen. US-Medienberichten ist der aktuelle Vorfall der dritte Fall, in dem Bundesbeamte in Minneapolis Schüsse auf eine Person abgaben.