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20.02.2026
12:00 Uhr
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Angesichts sinkender Asylbewerberzahlen und steigender Abschiebe- und Ausreisezahlen sieht Innenminister Joachim Herrmann (CSU) inzwischen spürbare Entlastungen für Bayerns Kommunen. Zwar brauchte es zum Jahreswechsel immer noch rund 124.500 Unterkunftsplätze – das waren aber 13.500 weniger als ein Jahr zuvor. Das sei eine Entlastung, die direkt vor Ort ankomme, sagte Herrmann bei der Vorstellung einer umfassenden Asyl-Bilanz der Staatsregierung. Dabei zog er ein durchweg positives Fazit: "Die Asylwende ist in vollem Gange", sagte er: Die Asylzugangszahlen hätten sich halbiert und gingen weiter zurück. Diesen Trend sehe man besonders deutlich seit der weiteren Verstärkung der Grenzkontrollen durch die schwarz-rote Bundesregierung und dem Beginn von Zurückweisungen auch von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. Die Zeit der "naiven Migrationspolitik" sei vorbei. Aber: Schon von 2023 auf 2024, also vor Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung, waren die Asyl-Zugangszahlen um 37 Prozent gesunken. Asyl-Experten sehen die Veränderung der politischen Lage in Syrien – lange Zeit Herkunftsland Nummer eins für Asylbewerber in Deutschland – als Hauptgrund für den Rückgang. © dpa-infocom, dpa:260220-930-712424/1