Zeit 06.02.2026
17:32 Uhr

Migration: Zahl der Asylerstanträge im Januar halbiert


Die Zahl der Asylanträge hat sich erneut deutlich verringert. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wertet das als Erfolg der Regierungspolitik.

Migration: Zahl der Asylerstanträge im Januar halbiert
Die Zahl der Asylerstanträge ist im Januar erneut gesunken. Nach Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stellten im ersten Monat des Jahres 7.649 Menschen erstmals einen Asylantrag. Im Vorjahresmonat waren es noch 14.920 Erstanträge gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 48,7 Prozent. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht das als Bestätigung des harten Kurses der schwarz-roten Bundesregierung in der Migrationspolitik. "Die Migrationswende geht auch im Januar weiter. Unsere Maßnahmen wirken, der Kontrollverlust wird Schritt für Schritt beendet", sagte er der Bild- Zeitung . Rückgang bei Asylanträgen bereits während Ampelregierung Allerdings sinkt die Zahl der Asylsuchenden nicht erst seit Antritt der aktuellen Bundesregierung. Bereits die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hatte die Migrationspolitik verschärft. Im Vergleich zwischen dem Januar 2025 und 2024 während ihrer Amtszeit gibt es einen ähnlich hohen Rückgang, und zwar von 26.376 auf 14.920 Erstanträge. Das entspricht einem Rückgang um 43,4 Prozent. Nicht nur in Deutschland, auch in Europa insgesamt gehen die Zahlen zurück. Das liegt unter anderem an der veränderten Lage in Syrien: In dem Land gibt es seit dem Sturz des Herrschers Baschar al-Assad Ende 2024 Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vor wenigen Tagen hatte zudem das Bundeskabinett einen Bericht vorgelegt, nach dem auch die Zuwanderungszahlen insgesamt in Deutschland abnehmen . Demnach kamen 2024 430.000 Menschen mehr ins Land, als wegzogen. Das waren mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr.