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26.02.2026
14:36 Uhr
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Auf unsicheren Migrationsrouten ist auch 2025 eine große Zahl an Menschen gestorben. Die Vereinten Nationen sprechen von einem globalen Versagen.

Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast 8.000 Menschen auf gefährlichen Migrationsrouten im vergangenen Jahr gestorben oder werden seither vermisst. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weitaus höher liegen, da Kürzungen der Finanzierung humanitärer Hilfe die Erfassung von Todesfällen erschwert haben, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. Die in Genf ansässige UN-Organisation ist selbst von erheblichen Kürzungen von US-Mitteln betroffen. Im Jahr 2025 sank zwar die Zahl der Todesfälle auf den Migrationsrouten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 1.000. Der Rückgang wird jedoch von der IOM eher auf den erschwerten Zugang zu Informationen zurückgeführt als auf einen tatsächlichen Rückgang. 2024 lag die registrierte Zahl der Toten auf Migrationsrouten bei 9.200, ein Jahr später bei 7.667. Zahlreiche Tote im Mittelmeer Die meisten Menschen starben den Angaben der IOM zufolge 2025 auf Seewegen. Mindestens 2.108 Tote oder Vermisste habe es im Mittelmeer und 1.047 auf der Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln gegeben. In Asien wurden rund 3.000 Todesfälle verzeichnet. Am Horn von Afrika starben 922 Menschen auf dem Weg vom Jemen in die Golfstaaten. In diesem Jahr zählte die IOM bis zum 24. Februar bereits 606 Todesfälle im Mittelmeer. "Der anhaltende Verlust von Menschenleben auf Migrationsrouten ist ein globales Versagen, das wir nicht als normal hinnehmen können", sagte IOM-Generaldirektorin Amy Pope. Wenn sichere Wege nicht zur Verfügung stünden, würden die Menschen zu gefährlichen Reisen und in die Hände von Schmugglern gezwungen.