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28.12.2025
09:39 Uhr
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Ein Mann verletzte in der Pariser Metro drei Frauen mit einem Messer. Laut Staatsanwaltschaft ist die Gesundheit des Beschuldigten mit dem Polizeigewahrsam unvereinbar.

Nach mehreren Messerangriffen in der Pariser Metro ist der mutmaßliche Täter in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Der Gewahrsam sei "als unvereinbar mit seinem Gesundheitszustand" eingestuft und daher am Samstagabend aufgehoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt mit. Der 25-jährige aus Mali stammende Mann hatte laut der Ermittlungsbehörde am Freitagnachmittag an den Stationen République, Arts et Métiers und Opéra mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen. Der Mann wurde durch Aufnahmen von Überwachungskameras identifiziert und nach seiner Flucht aus der U-Bahn dank der Ortung seines Handys nördlich von Paris festgenommen. Zwei der verletzten Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht, die dritte meldete sich selbst auf einer Rettungsstelle. Keine von ihnen wurde lebensgefährlich verletzt. Mutmaßlicher Täter wurde wegen fehlender Dokumente nicht abgeschoben Gegen den mutmaßlichen Täter wurde anschließend wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung ermittelt. Nach offiziellen Angaben war er bereits wegen mehrerer Straftaten polizeibekannt. Laut dem französischen Innenministerium war der Mann im Januar 2024 wegen Diebstahls und sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Nach seiner Haftentlassung im Juli hätte er Frankreich eigentlich verlassen müssen. Da die für eine Abschiebung erforderlichen Dokumente nicht beschafft werden konnten, wurde er jedoch nach 90 Tagen aus der Abschiebeeinrichtung entlassen. Innenminister Laurent Nuñez hatte erst wenige Tage vor den Messerangriffen in der Metro gefordert, im Vorfeld der Silvesterfeiern die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Besondere Vorsicht mahnte er in öffentlichen Verkehrsmitteln an.