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23.11.2025
05:17 Uhr
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In einem Forschungsprojekt berichteten Nutzer über geringere Gefühle von Depression, Angst und Einsamkeit, wenn sie weniger Facebook nutzten. Meta beendete das Projekt.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat Gerichtsdokumenten zufolge eine Studie mit Belegen für psychische Schäden durch seine Plattformen gestoppt. In dem Forschungsprojekt Project Mercury aus dem Jahr 2020 hätten Nutzer, die eine Woche lang auf Facebook und Instagram verzichteten, über "geringere Gefühle von Depression, Angst, Einsamkeit und weniger sozialen Vergleichsdruck" berichtet, heißt es in den ungeschwärzten Gerichtsakten, die am Freitag in den USA veröffentlicht wurden. Anstatt die Ergebnisse zu veröffentlichen, habe Meta das Projekt jedoch beendet. Ein Meta-Sprecher wies die Vorwürfe am Samstag zurück. Die Studie sei wegen methodischer Mängel eingestellt worden. Meta weist die Vorwürfe zurück Die Enthüllungen sind Teil einer Sammelklage von US-Schulbezirken gegen die Konzerne Meta, Google, TikTok und Snapchat. Den Klägern zufolge habe Meta aus Sorge um das Nutzerwachstum die Sicherheit von Jugendlichen bewusst vernachlässigt. So seien Schutzfunktionen absichtlich unwirksam gestaltet und Bemühungen gegen den Missbrauch von Kindern im Netz blockiert worden. Ein Konto sei zudem erst nach 17 nachgewiesenen Fällen von versuchter sexueller Anbahnung entfernt worden. Konzernchef Mark Zuckerberg habe mitgeteilt, die Sicherheit von Kindern sei nicht sein Hauptanliegen, da er sich auf das Metaverse konzentriere . Der Meta-Sprecher bezeichnete die Vorwürfe als "aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und auf Fehlinformationen beruhende Meinungen" und sagte, die Sicherheitsmaßnahmen seien wirksam. Eine Anhörung in der Sache ist für den 26. Januar vor dem Bezirksgericht von Nordkalifornien angesetzt.