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17.02.2026
15:26 Uhr
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Türkisch, Arabisch und Russisch sind in Deutschland häufig gesprochene Sprachen. In den meisten Haushalten wird jedoch nur Deutsch gesprochen, ergab eine Studie.

In Deutschland sprechen die meisten Menschen zu Hause ausschließlich Deutsch. Andere Sprachen spielen in deutschen Haushalten im Alltag eine deutlich kleinere Rolle. Das zeigt eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes (Destatis) . Die Daten wurden anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache am 21. Februar ausgewertet. Laut der Studie, deren Daten aus dem Jahr 2024 stammen, sprachen rund 77 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in privaten Haushalten im Jahr 2024 ausschließlich Deutsch. Weitere 17 Prozent der Befragten waren mehrsprachig und verwendeten neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache. Die übrigen sechs Prozent der Gesamtbevölkerung sprachen kein Deutsch zu Hause, sondern ausschließlich eine oder mehrere andere Sprachen. Nach Deutsch wird am häufigsten Türkisch gesprochen Unter den Mehrsprachlerinnen und Mehrsprachlern war für gut ein Viertel Deutsch die vorwiegend genutzte Sprache zu Hause, knapp drei Viertel verständigten sich hauptsächlich in einer anderen Sprache. Insgesamt nutzten demnach rund 15,5 Millionen Menschen zu Hause vorwiegend oder ausschließlich eine andere Sprache. Dabei war Türkisch mit einem Anteil von 14 Prozent die am häufigsten gesprochene Sprache. Auch Russisch (12 Prozent) und Arabisch (9 Prozent) wurden in Haushalten vergleichsweise häufig gesprochen. Die Statistiker werteten zudem speziell die Angaben von Menschen mit Einwanderungsgeschichte aus. Von den 21,4 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte verständigten sich 22 Prozent nur auf Deutsch. Gut 55 Prozent nutzten neben Deutsch noch mindestens eine andere Sprache. 23 Prozent sprachen zu Hause gar kein Deutsch. Türkisch, Arabisch und Russisch waren auch hier häufig in Haushalten gesprochene Sprachen. Eine Person hat eine Einwanderungsgeschichte, wenn entweder sie selbst oder beide Elternteile nach 1950 nach Deutschland gekommen sind. Grundlage der Auswertung sind die Ergebnisse des Mikrozensus. Der Mikrozensus ist eine jährliche Stichprobenerhebung, bei der rund ein Prozent der Bevölkerung befragt wird. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften und beziehen sich auf Menschen in privaten Haushalten mit Hauptwohnsitz. Menschen in Gemeinschaftsunterkünften, etwa Geflüchtete, werden nicht gezählt.