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26.02.2026
19:25 Uhr
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Gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah wird erneut ermittelt. Der Bundestag hob seine Immunität auf und genehmigte Durchsuchungen gegen ihn.

Der Deutsche Bundestag hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Maximilian Krah aufgehoben und damit Durchsuchungsmaßnahmen gegen ihn genehmigt. Das geht aus einer vom Bundestag veröffentlichten Mitteilung hervor. Die Entscheidung sei einstimmig und auf Empfehlung des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung getroffen worden. Was Krah vorgeworfen wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Krah schrieb auf X, dass er nicht wisse, weshalb gegen ihn ermittelt werde. "Vermutlich erneut ein konstruierter Vorwurf, um mir politisch zu schaden", schrieb Krah. Die Staatsanwaltschaft sei eine "Schande". Durchsuchungen bereits im vergangenen Jahr Bereits im September 2025 hatte der Bundestag die Immunität Krahs aufgehoben. Die Polizei durchsuchte daraufhin Krahs Büro im Bundestag sowie Wohn- und Geschäftsräume in Dresden und Brüssel. Diese Maßnahmen standen im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen Krah . Dabei ging es um den Vorwurf der Bestechlichkeit und Geldwäsche wegen Zahlungen aus China. Die Tatvorwürfe bezogen sich auf Krahs Zeit als Europaabgeordneter. Die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla veröffentlichten damals ein kurzes Statement, in dem die Aufhebung der Immunität Krahs und die Durchsuchungen zwar als "schwerwiegender Vorgang" bezeichnet wurden, Krah aber nicht ausdrücklich unterstützt wurde. Man erwarte "einen raschen Abschluss der Ermittlungen sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse", hieß es. Ebenfalls im September 2025 war ein ehemaliger Mitarbeiter Krahs wegen Spionage zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden . Das Oberlandesgericht Dresden verurteilte Jian G. wegen Agententätigkeit für einen chinesischen Geheimdienst. G. ist deutscher Staatsbürger. Er soll seine Funktion als Assistent Krahs im EU-Parlament in Brüssel zur Informationsbeschaffung genutzt haben.