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05.12.2025
11:08 Uhr
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In Italien sind Schlüsselboxen vielerorts zum Symbol von Massentourismus geworden. Als zweite Großstadt verbietet Mailand sie ab dem kommenden Jahr.

Die Stadt Mailand will Schlüsselkästen zum Einchecken in Ferienwohnungen verbieten. Eine entsprechende Regelung verabschiedete der Gemeinderat. Das Verbot tritt im Januar kommenden Jahres in Kraft. Danach wird bei Verstößen ein Bußgeld von bis zu 400 Euro fällig. Schlüsselboxen werden in vielen Ländern weltweit für Kurzzeitvermietungen verwendet – oft bei Ferienwohnungen, deren Vermieter ihren Gästen so einen kontaktlosen Check-in ermöglichen. Urlauber erhalten dabei einen Zahlencode, mit dem sie die Box öffnen und den Schlüssel entnehmen können. In seinem Beschluss verwies der Gemeinderat von Mailand unter anderem auf Sicherheitsaspekte. "Abgesehen vom Aspekt der städtischen Gestaltung birgt die unkontrollierte Verbreitung von Schlüsselboxen Sicherheitsrisiken und kann für die Anwohner zu Unannehmlichkeiten führen", teilte der Rat mit. Damit folgt Mailand dem Beispiel der Stadt Florenz . Dort waren bereits Anfang des Jahres die kleinen Boxen verboten worden . Landesweit ist mittlerweile zudem vorgeschrieben, dass es auch bei Kurzzeitvermietungen zu einem Treffen von Vermietern und Urlaubern kommen muss. Onlineportale wie Airbnb , über die solche Kurzzeitvermietungen angeboten werden, stehen seit Jahren in der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, die Mietpreise in Städten in die Höhe zu treiben . In Italien stören sich zudem viele Menschen am Massentourismus, zu dessen Symbol die Schlüsselboxen geworden sind.