Zeit 19.02.2026
13:22 Uhr

Marinemanöver: Iran und Russland starten gemeinsame Militärübung


Nach erneuten US-Drohungen bemüht sich der Iran darum, militärische Stärke zu demonstrieren. An einem Manöver vor der Küste des Landes ist auch Russland beteiligt.

Marinemanöver: Iran und Russland starten gemeinsame Militärübung
Der Iran und Russland haben ein gemeinsames Marinemanöver vor der Küste der Islamischen Republik begonnen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna sind neben den russischen und iranischen Marineeinheiten auch die Revolutionsgarden (IRGC) beteiligt. Die Übung findet im strategisch wichtigen Golf von Oman und dem angrenzenden nördlichen Indischen Ozean statt. Die Revolutionsgarden hatten bereits am Montag ein Militärmanöver in der nordwestlich gelegenen Straße von Hormus abgehalten und dabei Raketen auf Ziele im Persischen Golf abgefeuert. Damit sollte die Einsatzbereitschaft der IRGC im Falle eines möglichen Angriffs der USA demonstriert werden. Teile der Meerenge wurden daher für mehrere Stunden für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten internationalen Schifffahrtsrouten, über die mehr als 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen transportiert werden. Signal an die USA Die USA hatten zuletzt wiederholt einen militärischen Einsatz gegen den Iran ins Gespräch gebracht. Es ist davon auszugehen, dass die gemeinsame Übung mit Russland auch ein Signal der Abschreckung von Seiten des Irans senden soll. An diesem Donnerstag sind in mehreren südlichen Landesteilen auch Raketentests geplant. Anlässlich der Spannungen forderte Russland alle Seiten zu Zurückhaltung auf. Präsidentensprecher Dmitri Peskow sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge in Moskau: "Russland entwickelt seine Beziehungen zum Iran weiter und ruft dabei unsere iranischen Freunde wie alle Seiten in der Region auf, politisch-diplomatischen Mitteln absolute Priorität zu geben bei der Lösung verschiedener Probleme." Opposition hofft auf Machtwechsel Der ölreiche Iran steckt in der schwersten Finanzkrise seiner Geschichte. Das war auch zentraler Auslöser der landesweiten Proteste Ende Dezember und Anfang Februar, bei dessen brutalem Niederschlag tausende Menschen getötet wurden . Die iranische Opposition im In‑ und Ausland hofft auf einen möglichen Machtwechsel im Land. Einige Oppositionsgruppen setzen dabei auf internationale Unterstützung, insbesondere von den beiden politischen Erzfeinden der Islamischen Republik, der USA und Israel.