Zeit 02.10.2026
12:12 Uhr

Machtkampf in der Fifa: Arabische Fußballverbände stützen Fifa-Präsident Gianni Infantino


Der arabische Fußball-Dachverband stellt sich hinter den umstrittenen Fifa-Chef Gianni Infantino. Ihm gehören 22 nationale Verbände aus Afrika und Asien an.

Machtkampf in der Fifa: Arabische Fußballverbände stützen Fifa-Präsident Gianni Infantino
Im Machtkampf um die Zukunft des Fußball-Weltverbandes Fifa erhält dessen Präsident Gianni Infantino wichtige Rückendeckung von arabischen Verbänden. In einer Erklärung brachte die Union of Arab Football Associations (Uafa) nach einer Sitzung im saudi-arabischen Dschidda ihre »Unterstützung und Wertschätzung« für den 56-Jährigen zum Ausdruck: Infantino habe in den vergangenen zehn Jahren »die Einheit der weltweiten Fußball-Gemeinschaft gestärkt, den Fußball weiterentwickelt und dessen globale Reichweite deutlich vergrößert«. Die Uafa ist der Fußball-Dachverband der arabischen Länder. Sie besteht aus 22 nationalen Fußballverbänden. Diese sind jedoch auch Teil der Kontinentalverbände aus Asien (AFC) oder Afrika (Caf). Von der Fifa wird die Uafa nicht offiziell anerkannt. Zu den nationalen Verbänden in der Uafa zählen unter anderem die WM-Gastgeber Katar und Saudi-Arabien. Die Weltmeisterschaft in Katar fand vor vier Jahren statt, Saudi-Arabien richtet das Turnier 2034 aus. In die finanzstarke Golfregion pflegt Infantino seit Jahren gute Beziehungen. Heftige Gegenwehr aus Europa Nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren – auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump – war der Fifa-Chef im Sommer stark unter Druck geraten . Auch sein Führungsstil wurde wiederholt kritisiert. Am 18. März steht in Marokko die Wahl zum Fifa-Präsidenten an. Infantino strebt eine weitere Amtszeit an , doch vor allem aus Europa sowie Nord- und Mittelamerika gibt es starke Gegenwehr – unter anderem vom Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes sowie seinem Vizepräsidenten . Die Uefa forderte gar ein Strafverfahren gegen Infantino . Einen Gegenkandidaten für die Wahl haben die Verbände allerdings noch nicht benannt. Im September hatte Infantino mit einem Schreiben an die 211 Fifa-Mitgliedsverbände für einen offenen Dialog über mögliche Reformen geworben . Zudem stellte er den Verbänden weitere Gelder aus den Fifa-Reserven in Aussicht .