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17.02.2026
15:04 Uhr
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Auf Fluggäste der Lufthansa Cityline könnten bald Ausfälle und Verspätungen zukommen. Nach gescheiterten Tarifgesprächen wird diese Woche über einen Streik abgestimmt.

Nach dem Pilotenstreik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft droht auch bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline in absehbarer Zeit ein Arbeitskampf. Nach ergebnislosen Gehaltsverhandlungen hat die Tarifkommission beim Vorstand der Vereinigung Cockpit (VC) die Urabstimmung beantragt. Dessen Entscheidung wird laut VC noch in dieser Woche erwartet. "Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf, dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden müsse", sagte VC-Verhandlungsführerin Tanja Viehl. "Wer Verbesserungen nur unter dem Vorbehalt von Einschnitten an anderer Stelle anbietet, meint keine Verbesserung, sondern eine Nullrunde mit Umverteilung." Die Verhandlungen waren demnach im August 2025 gestartet; noch immer liege kein Angebot vor. Der Betrieb der Regionaltochter Cityline soll nach Aussagen des Konzernmanagements im kommenden Jahr auslaufen. Ihre Verbindungen sollen bis dann auf die neue Unternehmenstochter Lufthansa City Airlines übergehen. Laut Cockpit hat dieser Umstand aber nichts mit den laufenden Tarifverhandlungen zu tun. VC fordert eine Lohnerhöhung von jeweils 3,3 Prozent rückwirkend zum 1. Februar 2024, zum 1. Januar 2025 und zum 1. Januar 2026. Gewerkschaft fordert "tatsächliche Verbesserungen" Cockpit teilte mit, selbst wenn der Konzern unternehmerische Entscheidungen über die Zukunft einzelner Flugbetriebe treffe, entbinde dies nicht von der Verantwortung, laufende Tarifverhandlungen ernsthaft und konstruktiv zu führen. Die Gewerkschaft bleibt nach eigenen Angaben jederzeit zu konstruktiven Sondierungsgesprächen bereit. Voraussetzung dafür sei jedoch die Bereitschaft des Arbeitgebers, "tatsächliche Verbesserungen anzubieten – ohne versteckte Gegenfinanzierung und ohne taktische Verzögerung". Vergangene Woche hatte es bereits einen eintägigen Streik der Piloten bei der Kernmarke Lufthansa und deren Frachttochter Cargo gegeben . Dazu kam zeitgleich ein Arbeitskampf des Kabinenpersonals bei der Kernmarke (Lufthansa Classic) sowie bei Cityline. Dort hatte die Kabinengewerkschaft Ufo einen Warnstreik abgehalten. Sie will einen tariflichen Sozialplan für die Beschäftigten erzwingen. Es fielen insgesamt rund 800 Flüge aus, etwa 100.000 Passagiere waren betroffen. Cityline verbindet Ziele in Europa mit den Drehkreuzen München und Frankfurt. Im Einsatz sind rund 30 Flugzeuge.