Zeit 25.01.2026
20:38 Uhr

Luftqualität: Schlechte Luft in vielen Regionen durch hohe Feinstaubkonzentration


Wegen eines Hochdruckgebiets über Deutschland kann Feinstaub nicht abziehen und konzentriert sich zu bedenklichen Mengen. Der Wetterdienst kündigt aber Besserung an.

Luftqualität: Schlechte Luft in vielen Regionen durch hohe Feinstaubkonzentration
Die Luftqualität ist aktuell in vielen Regionen Deutschlands schlecht. Am Wochenende wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaubgrenzwerte überschritten. Das war unter anderem in Berlin, mehreren Brandenburger Städten, in Thüringen, Sachsen, im Süden Schleswig-Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und in Hamburg der Fall. Die Hochdruck-Wetterlage der vergangenen Tage habe dazu geführt, dass die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen konnte und sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten konzentrieren, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Feinstaub kann durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach Größe die Lungenbläschen und den Blutkreislauf erreichen und schädigen. In Thüringen wurde die Luftqualität an fast allen der 20 Messstationen mit schlecht bis sehr schlecht bewertet. Das geht aus Angaben des Thüringer Umweltportals hervor. Besonders hohe Werte wurden etwa in Nordhausen, Weimar und Erfurt gemessen. Auch in Sachsen wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaubgrenzwerte überschritten: etwa in Zwickau, Leipzig, Dresden, Bautzen und Görlitz. Das zeigen Daten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Für Norddeutschland sprach das Umweltbundesamt ebenfalls von schlechten bis sehr schlechten Werten. Deutscher Wetterdienst geht von Besserung aus Mit dem erwarteten Wetterumschwung in der Nacht und zum Wochenstart werde sich die Lage aber erheblich bessern, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts für die Region Brandenburg und Berlin . "Die erwarteten Niederschläge sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration abnehmen wird." Nach Angaben des Wetterdiensts führt das auch dazu, dass Luft bereinigt wird. Bedenklich sind hohe Feinstaubwerte vor allem für Menschen mit Grunderkrankungen wie Asthma, Allergien und akuten Atemwegserkrankungen. Quellen von Feinstaub sind laut Umweltbundesamt generell der Straßenverkehr, Kraft- und Fernheizwerke, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern sowie Industrie und Landwirtschaft. Im Winter sei der Ausstoß von Feinstaub größer, unter anderem weil Kamine mit Holz geheizt würden, aber auch wegen höherer Emissionen aus dem Straßenverkehr.