Zeit 10.02.2026
19:21 Uhr

Lufthansa: Lufthansa-Piloten und -Flugbegleiter wollen am Donnerstag streiken


Fluggäste der Lufthansa müssen sich diese Woche noch auf größere Einschränkungen einstellen. Sowohl Piloten als auch Flugbegleiter sind zum Streik aufgerufen.

Lufthansa: Lufthansa-Piloten und -Flugbegleiter wollen am Donnerstag streiken
Sowohl Piloten als auch Flugbegleiter der Lufthansa wollen am Donnerstag streiken. Während die Piloten laut Aufruf der Vereinigung Cockpit (VC) für höhere Betriebsrenten streiken, will die Kabinengewerkschaft Ufo einem Sprecher zufolge mit einem Warnstreik Verhandlungen zu verschiedenen Tarifverträgen erzwingen. Die VC teilte mit, dass die Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachtairline Lufthansa Cargo bestreikt werden, die von deutschen Flughäfen aus starten. Der Streik solle am Donnerstag von 00.01 Uhr bis 23.59 Uhr dauern. Auch ​Anreisen von Cockpit-Beschäftigten zum Einsatzort, Bereitschafts- und ‍Reservedienste sowie das Simulatortraining werden bestreikt. Die Lufthansa lehnt die VC-Forderung nach höheren Betriebsrenten wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität ⁠der Premium-Fluglinie ab. VC-Präsident Andreas Pinheiro wies der Lufthansa die Verantwortung für den Streik zu: "Wir hätten eine Eskalation sehr gerne vermieden." Die Gewerkschaft sei "jederzeit gesprächsbereit" gewesen und habe "mehrfach versucht, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen". Die Passagiere bat er um Verständnis. "Nach der Urabstimmung Ende September haben wir der Lufthansa bewusst mehrere Monate Zeit eingeräumt, um doch noch zu einer verhandlungsfähigen Lösung zu kommen", sagte Pinheiro. "Dieses Zeitfenster wurde erneut von dem Arbeitgeber nicht genutzt." Die Lufthansa ⁠forderte die Gewerkschaften auf, die Gespräche wieder aufzunehmen. "Wir sind jederzeit dazu bereit", teilte das ‌Unternehmen mit. "Die extrem kurzfristige Ankündigung der Gewerkschaften Ufo ​und Vereinigung Cockpit, am Donnerstag streiken zu wollen, trifft unsere Fluggäste extrem hart und unverhältnismäßig." Tragfähige ⁠Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssten stets das letzte Mittel bleiben. ‍Das Unternehmen will Kunden, deren Flüge betroffen sind, benachrichtigen.