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13.02.2026
17:30 Uhr
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Eine erneute Überschwemmung im Louvre hat eine Deckenmalerei beschädigt. Wasser soll aus einem defekten Heizungszuleitungsrohr in einem Technikraum geflossen sein.

Durch eine Überschwemmung im Pariser Musée du Louvre ist in der Nacht auf Freitag eine Deckenmalerei aus dem Jahr 1819 beschädigt worden. Das bestätigte das Museum der Nachrichtenagentur dpa. Es ist die zweite Überschwemmung innerhalb von wenigen Monaten. Grund dafür war in diesem Fall nach Angaben des Museums ein defektes Heizungszuleitungsrohr in einem Technikraum. Der Vorfall ereignete sich nahe der Mona Lisa im Denon-Flügel mit großen Beständen von italienischer und französischer Kunst. Noch in der Nacht konnte die Überschwemmung gestoppt werden, der betroffene Saal blieb jedoch zunächst geschlossen. Nun weise die Decke mit dem Werk von Charles Meynier zwei Risse und Ablösungen der Farbschicht auf, teilt das Museum mit. Eine genauere Begutachtung der Kunstwerke laufe. Vorfälle im Louvre häufen sich Laut Valérie Baud von der Gewerkschaft CFDT zeige der Vorfall "einmal mehr, wie renovierungsbedürftig das Museum ist". Bereits Ende November war ein größerer Wasserschaden im Louvre bekannt geworden. Bei diesem wurden in der Bibliothek zum ägyptischen Altertum mehrere Hundert Bücher und Dokumente beschädigt – insbesondere historische Fachzeitschriften. Der Louvre machte wegen seines Zustands im vergangenen Jahr mehrfach negative Schlagzeilen. Zudem wurden aufgrund eines Verdachts auf Millionenbetrug mit Tickets im Museum neun Menschen festgenommen. Im Oktober stahlen vier Männer außerdem einen Teil der französischen Kronjuwelen , die Beute wurde bis heute nicht gefunden.