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09.02.2026
11:58 Uhr
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14 Menschen sind beim Einsturz eines Wohnhauses in der libanesischen Stadt Tripoli ums Leben gekommen. Tausende weitere Gebäude in dem Land sind vom Einsturz bedroht.

Beim Einsturz eines Wohnhauses im Libanon sind 14 Menschen getötet worden. Die Einsatzkräfte suchten am Sonntagabend unter den Trümmern der Küstenstadt Tripoli nach Überlebenden. Acht Bewohner, darunter ein Kind, seien gerettet worden, teilte der libanesische Zivilschutz in der Nacht mit. Am Montagmorgen erklärte der Generaldirektor des Zivilschutzes den Rettungseinsatz für beendet. Nach Angaben des Immobilienverbands LPA sind im Libanon rund 16.000 Gebäude einsturzgefährdet, die meisten davon in Beirut sowie in Tripoli im Norden. Die schwere Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020 hat die Einsturzgefahr an einigen Gebäuden erhöht. Preise für Baumaterial stark gestiegen In Tripoli zogen Anwohner nach der Katastrophe wütend auf die Straße. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur NNA fuhren einige von ihnen mit Motorrädern zu den Büros örtlicher Politiker und beschädigten Barrikaden. Aufgrund der Wirtschaftskrise in dem Land werden die dringend notwendigen Sanierungen verschleppt, das Einsturzrisiko von Gebäuden steigt. Seit Jahren befindet sich der Libanon inmitten einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte. Die örtliche Währung hat seit 2019 mindestens 98 Prozent ihres Werts verloren. Weil die Preise für Baumaterial extrem gestiegen sind, können viele Bauunternehmer, Eigentümer und Mieter keine Reparaturen vornehmen.