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03.03.2026
13:26 Uhr
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Israel will seine Einwohner mit einer "Pufferzone" im Libanon vor "jeder Bedrohung" aus dem Grenzgebiet schützen. Erste Bodentruppen sind Berichten zufolge schon vor Ort.

Die israelische Armee hat angekündigt, eine "Pufferzone" im Libanon zu errichten. Diese solle die Einwohner im israelischen Grenzgebiet zum Libanon vor "jeder Bedrohung" schützen , sagte Armeesprecher Effie Defrin. "Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt", sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Es handele sich um eine taktische Maßnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern. "Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten", sagte er. Unterdessen sollen Bodentruppen der israelischen Armee bereits in eine Grenzregion im Südlibanon vorgedrungen sein, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Armeekreise berichtet. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische Militär sei 100 bis 300 Meter tief in die Gegenden um Kfar Kila und Qausa eingedrungen. Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der israelische Armeesprecher nicht sagen. Die libanesische Armee kündigte einen Rückzug ihrer Posten bis zehn Kilometer von der Grenze an. Die Entscheidung sei getroffen worden, um die Sicherheit der Soldaten zu gewährleisten, hieß es aus Militärkreisen. Nachdem es zu einer "Eskalation" seitens der israelischen Armee gekommen sei, habe die libanesische Armee ihre Truppen an mehrere andere Stellungen verlegt. Das berichtet auch die Zeitung Ha'aretz unter Berufung auf libanesische Quellen. Israel fordert Menschen zur Flucht auf Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Morgen an, dass die israelische Armee im Libanon weiter vorrücken wolle. "Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, vorzurücken und weitere strategische Stellungen im Libanon unter Kontrolle zu bringen ", sagte Katz. Das israelische Militär forderte die Bewohner von insgesamt 53 Ortschaften im Süden des Libanon zum Verlassen ihrer Siedlungen auf. Zuvor hatte die israelische Armee bereits ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarland verstärkt. Soldaten seien zusätzlich zu den fünf Posten entsandt worden, die dort seit dem Waffenstillstand vom November 2024 im Einsatz sind, berichteten israelische Medien unter Berufung auf Armeeangaben. Militärsprecher Schoschani betonte, es handele sich um Aussichtspunkte, von denen aus israelische Ortschaften überblickt werden könnten. Die Hisbollah könnte von dort aus Wohngebiete direkt beschießen oder gar in diese eindringen, warnte der Militärsprecher. "Und deshalb stationieren wir unsere Truppen dort, um sicherzustellen, dass sie dazu keine Möglichkeit haben." Mindestens 30.000 Menschen auf der Flucht Seit Beginn der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah haben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mindestens 30.000 Menschen im Libanon Schutz in Notunterkünften gesucht. "Konservativen Schätzungen zufolge wurden fast 30.000 Menschen in Sammelunterkünften aufgenommen und registriert", sagte ein UNHCR-Sprecher. Viele weitere hätten in ihren Autos am Straßenrand geschlafen oder steckten im Stau. Aus Teilen des Südlibanon, der Bekaa-Ebene im Ostlibanon und südlichen Vororten von Beirut seien "bedeutende Bevölkerungsbewegungen" gemeldet worden, teilte der UNHCR-Sprecher weiter mit. Der zuständige Regionaldirektor des Welternährungsprogramms (WFP), Samer Abdel Dschaber, rechnete nach eigenen Angaben damit, dass die Zahl der Betroffenen im Libanon noch "erheblich steigt". Hisbollah griff Ziele in Israel an Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen . Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat auch den Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Miliz Hisbollah im Libanon wieder eskalieren lassen. Die vom Iran finanzierte Miliz, die im November 2024 einen Waffenstillstand mit Israel geschlossen hatte, hat in der Nacht zum Montag begonnen, Ziele im Norden Israels mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Israel reagierte sofort mit Gegenangriffen und bombardierte südliche Vororte der Hauptstadt Beirut sowie Dutzende Ortschaften im Süden des Libanon. Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog .