Zeit 17.02.2026
09:32 Uhr

Letzter Prozesstag: Frau in "Liebeszelle" erwürgt - Plädoyers ohne Publikum


Letzter Prozesstag: Frau in
Im Prozess gegen einen Häftling, der seine Ehefrau während eines Besuchs in der Justizvollzugsanstalt Burg erwürgt haben soll, sollen die Plädoyers unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das hänge damit zusammen, dass das Publikum auch bei den Einlassungen des Angeklagten ausgeschlossen wurde, die den "persönlichen Lebensbereich" des Mannes betrafen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Stendal. Der letzte Prozesstag soll am Dienstag mit etwa einer Stunde Verspätung starten, da der Wagen mit dem angeklagten Häftling im Stau stand. Das Urteil soll laut Gerichtssprecher gegen Mittag gesprochen werden. Davor sei eine mehrstündige Beratung der Kammer wahrscheinlich. Verhandlung wegen Totschlags seit Anfang Dezember Die Ehefrau des Angeklagten hatte ihn im vergangenen Jahr im Gefängnis in Burg besucht. In einer sogenannten Liebeszelle konnten die beiden unbeobachtet gemeinsame Stunden verbringen - hinter der Tür aber soll der Mann die 35-Jährige so stark gewürgt haben, dass sie starb. Seit Anfang Dezember verhandelt das Landgericht Stendal wegen Totschlags gegen den 38-jährigen Deutschen. Er selbst äußerte sich zur Tat nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Justizvollzugsanstalt Burg gilt als größtes und modernstes Gefängnis in Sachsen-Anhalt. In der Liebeszelle, ausgestattet mit Sofa, Kochnische und Dusche, können Häftlinge für mehrere Stunden unbeaufsichtigt Zeit mit Partnern oder Familienangehörigen verbringen. © dpa-infocom, dpa:260217-930-696447/2