|
29.11.2025
16:26 Uhr
|
Auf seiner ersten Auslandsreise hat Leo XIV. in Istanbul den orthodoxen Kirchenführer getroffen. Mit Bartholomäus I. will er die Gemeinschaft aller Christen befördern.

Die beiden höchsten Kirchenführer der katholischen und der orthodoxen Welt haben eine gemeinsame Erklärung zur Einheit der Christen unterzeichnet. Papst Leo XIV. und Patriarch Bartholomäus I. signierten den Text am Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel im Istanbuler Stadtteil Phanar. In dem Text rufen sie alle Christen dazu auf, sich für die Überwindung der Kirchenspaltungen einzusetzen. In der Erklärung heißt es: "Dem Willen unseres Herrn Jesus Christus gehorchend, setzen wir unseren Weg des Dialogs in Liebe und Wahrheit mit fester Entschlossenheit fort, um die erhoffte Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft zwischen unseren Schwesterkirchen zu erreichen." Gerichtet an den Patriarchen Bartholomäus I. sprach Leo davon, dass dieser bereits eine "aufrichtige und brüderliche Freundschaft" zu seinen Vorgängern aufgebaut habe. Gemeinsamer Ostertermin wird gesucht Ferner verpflichteten sich die Kirchenführer, nach einem gemeinsamen Ostertermin für alle Kirchen zu suchen. Wegen unterschiedlicher Kalender feiern orthodoxe und katholische Christen das Osterfest oft an unterschiedlichen Sonntagen. Leo XIV. befindet sich derzeit auf seiner ersten Auslandsreise als Oberhaupt der katholischen Kirche in der Türkei . Am Samstag besuchte er im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes die Georgskathedrale in Istanbul, den Sitz des Ökumenischen Patriarchats. Am Abend will Leo eine Heilige Messe in der Volkswagen Arena in Istanbul feiern. Am Sonntag reist der Papst weiter in den Libanon.