Zeit 29.05.2026
07:13 Uhr

Laos: Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Höhle in Laos


Nach einer Sturzflut waren Goldsucher tagelang in einer Höhle in Laos eingeschlossen. Rettungskräfte erwarten nicht mehr, die letzten zwei Vermissten lebend zu finden.

Laos: Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Höhle in Laos
In Laos schwindet laut Experten die Hoffnung, zwei weiterhin vermisste Goldsucher noch lebend zu finden. Rettungskräfte hätten inzwischen rund 95 Prozent des überfluteten Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden Männer entdeckt, sagte der Höhlentaucher Mikko Paasi. Die Chancen, die beiden Vermissten zu finden, seien »sehr gering«. Auf der Suche nach Gold war die Gruppe Männer am Mittwoch vergangener Woche in die Höhle in der Provinz Xaisomboun in Zentral-Laos gestiegen. Wegen einer plötzlichen Sturzflut drang jedoch Wasser in die Höhle ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Drei Männer konnten sich in Sicherheit bringen und alarmierten die Behörden. Einsatzkräfte konnten fünf Vermisste nach tagelanger Suche retten . An der Rettungsmission beteiligen sich zum Teil internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi. Die Einsatzkräfte arbeiteten weiterhin daran, die Männer aus der Höhle in Xaisomboun zu bergen. Es gäbe in den bislang unzugänglichen Bereichen der Höhle jedoch keine trockenen Stellen, an denen Menschen eine Woche lang hätten überleben können, sagte Paasi. Der Spezialist spielte eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Rettung eines in der Tham-Luang-Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballteams im Jahr 2018. Die fünf geretteten Männer sind laut dem Experten körperlich und mental erstaunlich stabil. Als Bergarbeiter seien sie an enge unterirdische Räume gewöhnt und litten nicht unter Platzangst, sagte Paasi. Auch hätten sie ausreichend Nahrung und Wasser dabeigehabt, weil sie ohnehin mehrere Tage in der Mine verbringen wollten. Ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass zwei weitere Menschen vermisst würden. Komplexes Höhlensystem erschwert die Suche Die Suche erwies sich aufgrund des komplexen Höhlensystems als schwierig. Es erstreckt sich tief unter der Erdoberfläche. Die Einsatzkräfte konnten sich demnach oft nur kriechend in den extrem engen Gängen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen. An der Suche waren auch Rettungskräfte aus dem benachbarten Thailand beteiligt. Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten, inzwischen werden weitere internationale Experten aus Malaysia, Frankreich und Japan erwartet.