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25.11.2025
15:18 Uhr
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Die deutsche Langlauf-Olympiasiegerin Victoria Carl bleibt nach ihrem positiven Dopingtest vorläufig gesperrt und wird deshalb aller Voraussicht nach Olympia 2026 verpassen. "Nach aktuellem Verfahrensstand ist eine Teilnahme am kommenden Wettkampfwinter sowie an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina ausgeschlossen", teilte der Deutsche Skiverband (DSV) mit. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die 30 Jahre alte Carl war bei einer Kontrolle außerhalb des Weltcups im März dieses Jahres positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden. Das Kälbermastmittel ist ein Medikament, das in erster Linie zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma eingesetzt wird. Auch die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) äußerte sich nun zum aktuellen Stand. Sie schrieb von einem Sanktionsvorschlag über eine Sperre von zwei Jahren, die die Nada am 22. September erlassen habe. In der Folgezeit verhandelten Nada und Carl demnach "die einvernehmliche Beendigung des sportrechtlichen Verfahrens". Aussichtsreichste Sportlerin Im weiteren Verfahrensverlauf soll laut Nada "über die Akzeptanz des Sanktionsbescheid aus September oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens vor dem Deutschen Sportschiedsgericht entschieden" werden. "Es fällt mir nach wie vor schwer zu akzeptieren, dass eine Unachtsamkeit und eine falsche medizinische Behandlung nun dazu führen, dass mein Olympiatraum zerplatzt", sagte Carl. Sie galt nach dem Teamsprint-Gold mit Katharina Hennig 2022 in Peking als aussichtsreichste deutsche Sportlerin im Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Carl: "Vier Jahre, die jetzt weg sind" "In mir drin ist eigentlich eine Welt zusammengebrochen. Ich glaube, jeder Olympionike kann das komplett nachvollziehen. Es sind vier Jahre, die jetzt weg sind", sagte Carl in der ARD. Der positive Dopingtest war im Sommer öffentlich geworden. Carl bestreitet öffentlich ihr Mitwissen rund um den positiven Test bei den Winter-Militärweltspielen in Andermatt (Schweiz). "Es war bereits eine sehr harte Zeit, in der ich immer gehofft habe, dass sich noch alles zum Guten wenden könnte", wurde Carl vom DSV heute zitiert. Für die Winterspiele (6. bis 22. Februar) in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat ihr Verband die Hoffnung nun aufgegeben. Wann es zu einer Entscheidung mit einem genauen Strafmaß kommt, ist offen. © dpa-infocom, dpa:251125-930-338803/2