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29.05.2026
11:26 Uhr
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Die ungarische Polizei lässt die Pride-Parade in Budapest anders als im Vorjahr stattfinden. Im vergangenen Jahr war die Versammlung noch verboten worden.

Anders als im Vorjahr hat die Polizei in Ungarn die Pride-Parade in Budapest nicht verboten. Im Rahmen des Anmeldeverfahrens hätten sich keine Gründe für ein Verbot der Versammlung ergeben, teilte die Polizei mit. Die Parade soll am 27. Juni in der ungarischen Hauptstadt stattfinden. Die Polizei habe mit Auflagen verbundene Beschlüsse zu drei Gegendemonstrationen ausgegeben. Demnach sind die Gegenkundgebungen zwar genehmigt, sollen jedoch von der Pride-Parade ferngehalten werden. Ungarns früherer Regierungschef Viktor Orbán hatte jahrelang die Rechte von LGBTQ-Menschen eingeschränkt. 2025 verabschiedete das ungarische Parlament eine Gesetzesänderung, die auf ein Verbot von Pride-Paraden abzielte. Orbáns Nachfolger Péter Magyar hatte den Rechtsnationalisten bei den Wahlen im April nach 16 Jahren im Amt abgelöst. Der konservative Chef der Tisza-Partei gilt als proeuropäisch und hatte sich wiederholt für Gleichberechtigung und Versammlungsfreiheit ausgesprochen. Allerdings hat Magyar bislang keine Schritte unternommen, um die zahlreichen unter Orbán erlassenen Gesetze zur Einschränkung von LGBTQ-Rechten aufzuheben. In Budapest hatte im Juni vergangenen Jahres trotz des Paradeverbots eine Rekordzahl von bis zu 200.000 Menschen für die Rechte von queeren Menschen demonstriert. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.