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17.12.2025
14:13 Uhr
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Auch im neuen Jahr können Unternehmen zwei Jahre lang Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten beziehen. Damit reagiert die Regierung auf die angespannte Wirtschaftslage.

Die Bundesregierung hat die Bezugsdauer beim Kurzarbeitergeld um ein weiteres Jahr auf zwei Jahre verlängert. Das Kabinett beschloss eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). "Mit der Verlängerung geben wir Betrieben in Deutschland in Anbetracht derzeitiger handels- und geopolitischer Risiken Planungssicherheit für die kommenden Monate", sagte die Ministerin. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Verordnungsentwurf werden als Risiken konkret die "sprunghafte Handels- und Sicherheitspolitik der USA" und der "restriktivere Export von Seltenen Erden seitens Chinas" genannt. Die Mehrausgaben für die Bundesagentur für Arbeit werden auf rund 180 Millionen Euro geschätzt. "Wir schützen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit und sichern ihre Einkommen", sagte Bas. Durch die Kurzarbeit frei werdende Arbeitszeitkapazitäten könnten etwa für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden. IG Metall lobt Beschluss Mit der Regelung können Betriebe statt der regulären Bezugsdauer von zwölf Monaten bis zu zwei Jahre Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten beziehen. Die bisherige Regelung, die ebenfalls eine Bezugsdauer von bis zu 24 Monaten vorsah, wäre ohne die Verlängerung Ende 2025 ausgelaufen. Die Verlängerung gilt bis zum 31. Dezember 2026. Im September erhielten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Damit können Betriebe Auftragsflauten ohne Entlassungen überbrücken . Die Gewerkschaft IG Metall lobte den Beschluss. Die Verordnung schaffe Sicherheit für die Beschäftigten in unsicheren Zeiten, sagte IG-Metall-Chefin Christiane Benner. "Wir begrüßen diese wichtige Brücke über wirtschaftliche Talsohlen sehr." Die Frage, ob das Kurzarbeitergeld Strukturen wirklich sichere, könnten viele Menschen in den Betrieben mit einem klaren Ja beantworten, sagte Benner.