Zeit 17.02.2026
14:48 Uhr

Künstliche Intelligenz: ZDF entschuldigt sich für nicht gekennzeichnete KI-Bilder im Programm


Im ZDF-"heute journal" wurden KI-generierte Bilder gezeigt – ohne einen entsprechenden Hinweis. Der Beitrag hätte so nicht ausgestrahlt werden dürfen, sagt der Sender.

Künstliche Intelligenz: ZDF entschuldigt sich für nicht gekennzeichnete KI-Bilder im Programm
Das ZDF hat sich für einen Fehler im heute journal entschuldigt. In der Sendung vom 15. Februar sei in einem Beitrag zu Abschiebungen von Minderjährigen in den USA an einer Stelle Bildmaterial aus dem Internet verwendet worden, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz generiert wurde. Die Verwendung des Materials sei nicht entsprechend gekennzeichnet worden. "Diese Sequenz hätte nach den Regeln des ZDF ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen", teilte der Sender mit . Zudem sei eine weitere gezeigte Szene zwar real, stamme aber aus einem anderen Kontext und aus dem Jahr 2022. Der Beitrag entspreche damit nicht den Standards des ZDF, sagte Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin des Bereichs Aktualität. "Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler." Der Beitrag sei von allen Plattformen entfernt worden. Im heute journal werde das ZDF am heutigen Dienstag korrigierend berichten, kündigte Gellinek an. Nach Angaben des ZDF ist in den KI-Grundsätzen des Senders festgelegt, dass Bildmaterial, das mithilfe von KI generiert wurde, transparent gekennzeichnet werden muss. ZDF spricht von Fehler beim Überspielen des Beitrags Bereits zuvor hatte das ZDF auf Anfrage mitgeteilt, dass in dem Beitrag zu Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE KI-generierte Bilder verwendet worden seien. Die notwendige Kennzeichnung sei beim Überspielen des Beitrags aus technischen Gründen nicht übertragen worden. In der Mediathek des Senders war zwischenzeitlich eine geänderte Ausgabe der Sendung abrufbar, in der ein Hinweis eingeblendet wurde, wonach das Video aus redaktionellen Gründen nachträglich geändert worden sei. Die KI-Bilder wurden dort durch andere Videosequenzen und Standbilder ersetzt.