Zeit 07.10.2026
11:18 Uhr

Künstliche Intelligenz: OpenAI soll Hunderte mathematische Probleme gelöst haben


Kürzlich hat OpenAI nach eigenen Angaben eines der mathematischen Millennium-Probleme gelöst. Nun flutet das Unternehmen die Fachwelt mit Ergebnissen anderer Probleme.

Künstliche Intelligenz: OpenAI soll Hunderte mathematische Probleme gelöst haben
Die künstliche Intelligenz (KI) von OpenAI hat einem Medienbericht zufolge erneut Lösungen für einige der schwierigsten offenen mathematischen Probleme gefunden. Laut New York Times veröffentlichte OpenAI 377 Ergebnisse für ein breites Spektrum von mathematischen Fragen – darunter Algebra, Zahlentheorie, theoretische Informatik, mathematische Logik und Topologie. Darunter sollen mathematische Probleme sein, die Fachleute bisher vor unüberwindbare Herausforderungen gestellt haben. Erst vor knapp einem Monat hatte OpenAI bekannt gegeben, ein mathematisches Millenium-Problem gelöst zu haben. Es soll sich dabei um das sogenannte Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem handeln – vereinfacht gesagt um die mathematische Vorhersage von Wind- und Wasserbewegungen. Die Lösung des Problems wurde im hauseigenen Blog veröffentlicht . Um es zu lösen, sei »ein internes Modell genutzt worden, das deutlich leistungsfähiger ist als GPT-6 Astra« sei. Im Jahr 2000 hatte die Clay-Stiftung, die mathematische Forschung und Bildung fördert, sieben sogenannte Millenium-Probleme benannt – sie stellen besonders schwere und bisher nicht gelöste mathematische Probleme dar. Es gab aber auch Kritik am Zustandekommen der Lösung von OpenAI für das Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem. Der Mathematiker Tristan Buckmaster von der New York University warf dem KI-Unternehmen vor, die Lösung auf seiner Vorarbeit mit dem Mathematiker Levent Alpöge von Anthropic aufgebaut zu haben. Beide seien dabei gewesen, eine eigene Lösung zur Veröffentlichung vorzubereiten. Auch die neuen Lösungen sollen von einem weiterentwickelten KI-Modell erstellt worden sein, das bisher nicht öffentlich zugänglich ist. Für zehn Problemstellungen veröffentlichte OpenAI nach eigenen Angaben Zusammenfassungen, wie das KI-Modell zu den jeweiligen Ergebnissen gelangt ist. In einem Beitrag auf seiner Internetseite schrieb OpenAI , dass die Berechnung eines Ergebnisses etwa drei Stunden gedauert habe.