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11.01.2026
16:38 Uhr
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Trump erhöht den Druck auf Kuba und fordert einen schnellen "Deal". Nach der Festnahme Maduros droht er mit dem Stopp von Öl- und Geldlieferungen.

US-Präsident Donald Trump hat Kuba erneut mit einem Stopp von Öl- und Geldlieferungen gedroht. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten werde "kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist." Worin genau eine Vereinbarung bestehen sollte oder was bei einem Nichtzustandekommen passieren würde, schrieb Trump nicht. Da Venezuela nun vom US-Militär beschützt werde, brauche das südamerikanische Land keine Sicherheitsdienstleistungen mehr aus Kuba, sagte er. Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas und ein Feind der Vereinigten Staaten. Kuba erhält von Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter kubanischer Ärzte. Zudem sind nach Einschätzung von Experten zahlreiche kubanische Geheimdienstagenten in Venezuela im Einsatz. Soldaten und Geheimdienstler aus Kuba waren auch für die persönliche Sicherheit von Maduro verantwortlich. Außenminister spricht von "kriminellem" Verhalten der USA Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf den USA nun ein "kriminelles" Verhalten vor, das den Weltfrieden gefährde. Auf der Internet-Plattform X schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen und nicht militärischem Zwang unterwerfen. Er sagte außerdem: "Kuba erhält weder finanzielle noch materielle Vergütung für Sicherheitsdienstleistungen, die es für ein anderes Land erbringt, noch hat es das jemals getan". Kuba habe das Recht, Treibstoff aus jedem Land zu importieren, das bereit sei, diesen zu exportieren. Auch Kuba werde bald "fallen", hatte Trump vor einer Woche gesagt. Ein militärisches Eingreifen sei auf Kuba nicht nötig. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen, sagte er. Der US-Geheimdienst CIA soll jedoch diese Einschätzung Trumps nicht eindeutig stützen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von vertrauten Personen erfuhr. Die CIA sei allerdings der Ansicht, dass wichtige Sektoren der kubanischen Wirtschaft, wie Landwirtschaft und Tourismus, durch häufige Stromausfälle, Handelssanktionen und andere Probleme stark belastet sind. Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer Unterstützung aus Venezuela könne die Regierungsführung der kommunistischen Führung, die seit Fidel Castros Revolution von 1959 über Kuba herrscht, erheblich erschweren. Die kommunistisch regierte Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Florida ist seit langem im Fokus des heutigen US-Außenministers Marco Rubio, einem Sohn kubanischer Einwanderer.