Zeit 01.12.2025
12:07 Uhr

Kryptowährung: Ermittler zerschlagen Plattform für Online-Geldwäsche


Das BKA hat eine Internetplattform abgeschaltet, die unter Verdacht steht, Geldwäsche mit Kryptowährung verschleiert zu haben. Es wurden 25 Millionen Euro beschlagnahmt.

Kryptowährung: Ermittler zerschlagen Plattform für Online-Geldwäsche
Deutsche und Schweizer Behörden haben einen Einsatz gegen Online-Geldwäsche mit Kryptowährungen gemeldet. Demnach wurde die Serverinfrastruktur eines sogenannten Bitcoin-Mixers beschlagnahmt und die Plattform erfolgreich abgeschaltet. Dabei wurden Kryptowährungen im Wert von umgerechnet rund 25 Millionen Euro sichergestellt. Ein sogenannter Bitcoin-Mixer ist ein Internetdienst, der Geldbewegungen mit Kryptowährungen versteckt. Nutzer schicken ihre Bitcoins dorthin, sie werden mit vielen anderen vermischt und dann an eine neue Adresse zurückgeschickt. Dadurch kann man kaum noch erkennen, wo das Geld ursprünglich herkommt – weshalb solche Dienste auch oft für illegale Geschäfte genutzt werden. Bisher keine Festnahmen Die seit 2016 aktive Plattform cryptomixer.io sei zur Verschleierung von Finanzströmen genutzt worden, teilte das BKA mit . Dabei konnten Kryptowährungen anonym ein- und ausgezahlt werden. Es bestehe der dringende Verdacht, dass ein Großteil der dort getauschten Vermögenswerte kriminellen Ursprungs war, erläuterte das BKA. Den Betreibern wird daher gewerbsmäßige Geldwäsche sowie das Betreiben einer kriminellen Handelsplattform vorgeworfen. In der Schweiz wurden die Serverinfrastruktur sowie mehrere Mailaccounts beschlagnahmt und Datenmaterial als Beweismittel gesichert. Die Betreiber der Plattform sind den Angaben zufolge noch nicht identifiziert. Festnahmen meldeten die Behörden nicht. Beteiligt an den Ermittlungen waren Polizei und Staatsanwaltschaften aus Deutschland und der Schweiz sowie die europäische Polizeibehörde Europol. Auch Behörden aus den USA und weiteren europäischen Staaten waren in den Fall eingebunden. Der Leiter der für Computerkriminalität zuständigen Spezialabteilung bei der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, Benjamin Krause, sprach von einem "relevanten Erfolg der Strafverfolgungsbehörden". Auch wenn es keine Festnahmen gegeben habe, wirkten sich die Abschaltung des Diensts und die Beschlagnahmung erheblicher Vermögenswerte bereits aus.