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05.12.2025
14:06 Uhr
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Parallel zur Abstimmung im Bundestag demonstrierten Menschen bundesweit gegen den neuen Wehrdienst. Verteidigungsminister Pistorius begrüßte die Proteste ausdrücklich.

Schülerinnen und Schüler haben bundesweit gegen den vom Bundestag beschlossenen Wehrdienst demonstriert. Unter dem Motto "Schulstreik gegen Wehrpflicht" gingen nach Angaben der Organisatoren Menschen in fast 90 Städten und Regionen auf die Straße. Sie kritisierten unter anderem ein fehlendes Mitspracherecht der Betroffenen. "Ich will einen Staat, der ein Sondervermögen für Bildung schafft, nicht für Waffen", forderte etwa ein Schüler in Sachsen-Anhalt. Andere Redner kritisierten, dass junge Menschen bei den Überlegungen zum neuen Gesetz nicht eingebunden worden seien. Die Proteste waren auch Gegenstand der Debatte im Bundestag, der zeitgleich über das Gesetz abstimmte. "Geht auf die Straße, streikt heute gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht", sagte etwa die Linken-Abgeordnete Desiree Becker. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius, der für das Gesetz geworben hatte, begrüßte die Proteste ausdrücklich. "Das ist eine Diskussion, die notwendig ist", sagte Pistorius. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.