Zeit 06.01.2026
19:59 Uhr

Krieg in der Ukraine: Macron, Starmer und Selenskyj einigen sich auf Sicherheitsgarantien


In Paris haben zahlreiche Regierungs- und Staatschefs über Sicherheitsgarantien für die Ukraine gesprochen. Diese sollen bald festgeschrieben werden, so die Teilnehmer.

Krieg in der Ukraine: Macron, Starmer und Selenskyj einigen sich auf Sicherheitsgarantien
Die Unterstützer der Ukraine haben sich in ihrem Treffen auf die groben Züge eines Plans für das angegriffene Land nach einem möglichen Waffenstillstand geeinigt. Dafür unterzeichneten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine gemeinsame Absichtserklärung. "Diese Erklärung der Koalition der Willigen erkennt zum ersten Mal die Zusammenarbeit zwischen den 35 Ländern, die die Koalition der Willigen bilden, der Ukraine und den Vereinigten Staaten von Amerika an", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron nach einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen. "Wir haben die Architektur, die Planung, die Mittel und die Regeln für die Sicherheitsgarantien für die Ukraine konsolidiert." Der Plan sehe verschiedene Schritte vor, sagte Macron. "Zunächst werden wir einen Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter amerikanischer Führung einrichten, zu dem mehrere Staaten beitragen werden, die sich dazu bereit und in der Lage erklärt haben", sagte Macron. Dann folge die langfristige Unterstützung des ukrainischen Militärs an der Front und zur künftigen Verteidigung. Längerfristig solle eine "multinationale Streitmacht in der Luft, auf See und an Land" geschaffen werden, um nach dem Waffenstillstand für Sicherheit zu sorgen. Und schließlich habe die Koalition beschlossen, diese Verpflichtungen zur Unterstützung der Ukraine im Falle eines neuen Angriffs Russlands "durch einen Solidaritäts- und Interventionsmechanismus in rechtliche Bestimmungen umzusetzen". 27 Staatschefs und die USA einigen sich Auch auf die weitere akute Unterstützung der Ukraine einigten sich die Beteiligten, sagte Macron. "Kurzfristig werden wir die Ukraine weiterhin unterstützen, damit sie alle Herausforderungen bewältigen kann, denen sie derzeit gegenübersteht", sagte er. Das betreffe den Schutz ihres Luftraums und den Schutz der Zivilbevölkerung, "die, während wir hier sprechen, ständig von den Russen angegriffen wird". 27 Staats- und Regierungschefs von Unterstützerstaaten der Ukraine hatten in Paris über konkrete Zusagen verhandelt , die nach einem künftigen Waffenstillstand die Sicherheit der Ukraine gewährleisten sollen. An dem Treffen nahmen zudem Selenskyj, Vertreter der Europäischen Union (EU) und des Verteidigungsbündnisses Nato sowie die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner teil. Dies wurde als Entgegenkommen der USA gewertet, die sich zuletzt zunehmend kritisch gegenüber der Ukraine und der EU geäußert hatten. Es war das erste Mal seit März 2025, dass sich Vertreter aller 35 Mitglieder der sogenannten Koalition der Willigen persönlich trafen, wie das französische Präsidentenamt mitteilte. In Paris befindet sich das Hauptquartier der Koalition der Willigen, das künftige Zusammenarbeit koordinieren soll. Merz und Macron sollen sich anschließend zu einem Zweiergespräch treffen, bei dem es auch um die Zukunft des gemeinsamen Kampfjets FCAS gehen soll. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.