Zeit 07.03.2026
20:58 Uhr

Krieg in Nahost: Donald Trump kündigt Ausweitung der US-Angriffe gegen den Iran an


US-Präsident Trump hat dem Iran mit "vollständiger Zerstörung" gedroht. In den Golfstaaten gab es mehrere Explosionen und teils Brände.

Krieg in Nahost: Donald Trump kündigt Ausweitung der US-Angriffe gegen den Iran an
US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen die iranische Führung verschärft. "Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran werden Gebiete und Personengruppen ernsthaft für eine vollständige Zerstörung und den sicheren Tod in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele erwogen wurden", schrieb er auf seinem Kurznachrichtendienst. Er kündigte "sehr harte" Angriffe an. Der iranische Präsident Massud Peseschkian schloss eine Kapitulation zuletzt aus . "Die Feinde müssen ihren Wunsch nach der Kapitulation des iranischen Volks mit ins Grab nehmen", sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. Zugleich kündigte er an, der Iran wolle seine Angriffe auf die Golfstaaten einschränken. Er entschuldigte sich zudem bei den Nachbarländern für die Attacken. Die Entschuldigung sorgte hingegen für Kritik bei Hardlinern der iranischen Führung. Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Edsche'i kündigte dagegen an, dass der Iran auch weiterhin mit den USA und Israel verbündete Nachbarländer angreifen werde. "Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zur Verfügung steht", sagte der Justizchef, der der iranischen Übergangsführung angehört. "Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen." Iranische Angriffe auf mehrere Golfstaaten Im Laufe des Tages griff der Iran mehrere Golfstaaten an. Angriffe und Explosionen wurden auch aus Bahrains Hauptstadt Manama, aus Katars Hauptstadt Doha, aus Saudi-Arabien, dem Irak und Kuwait gemeldet. Saudi-Arabien warnte den Iran angesichts der Angriffe vor einer "Fehlkalkulation". Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe mit 16 Raketen und 121 Drohnen, von denen 15 Raketen und 119 Drohnen abgefangen worden seien. In seiner ersten Rede seit Kriegsbeginn verwies der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Sajed al-Nahjan, auf die Widerstandsfähigkeit seines Landes. "Wir sind im Krieg", sagte er. Aber die Emirate hätten "eine dicke Haut und bitteres Fleisch" und seien "keine leichte Beute". Bisher größte Angriffswelle Israels auf den Iran Gleichzeitig wurde im Norden des Irak ein Stützpunkt des proiranischen Bündnisses Haschd al-Schaabi südlich der Stadt Mossul bei einem mutmaßlichen US-Luftangriff getroffen. Die israelische Luftwaffe hatte nach Armeeangaben außerdem in der Nacht zum Samstag eine der bislang größten Angriffswellen gegen den Iran geflogen. Demnach griffen rund 80 Kampfjets Ziele in Teheran und anderen Städten an. In der Provinz Isfahan wurden nach Angaben eines Gouverneurs mindestens acht Menschen getötet. Das iranische Gesundheitsministerium teilte zudem mit, seit Kriegsbeginn in der vergangenen Woche seien 926 Zivilisten getötet und rund 6.000 weitere verletzt worden. Israel und die USA hatten am Samstag vor einer Woche Luftangriffe auf den Iran begonnen und dabei das geistliche Oberhaupt des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.