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04.03.2026
15:54 Uhr
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Die Nato-Luftabwehr hat nach Angaben der Türkei eine ballistische Rakete aus dem Iran zerstört. Sie wurde gestoppt, bevor sie den türkischen Luftraum erreichte.

Die Luftabwehr der Nato hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete im östlichen Mittelmeerraum abgefangen. Das Geschoss sei gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreicht habe, hieß es vom türkischen Verteidigungsministerium. Trümmerteile der Abfangrakete seien in der südöstlichen Provinz Hatay niedergegangen, Verletzte gebe es nicht. Die Türkei werde sich mit ihren Bündnispartnern beraten und behalte sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor. Das türkische Außenministerium legt Diplomatenkreisen zufolge zudem Protest bei dem iranischen Außenministerium ein. "Wir verurteilen Irans Angriffe auf die Türkei", sagte Nato-Sprecherin Allison Hart, "die Nato steht fest an der Seite aller Verbündeten, einschließlich der Türkei, während Iran seine wahllosen Angriffe in der gesamten Region fortsetzt." Die Abschreckungs- und Verteidigungsbereitschaft bleibe in allen Bereichen, insbesondere in der Luft- und Raketenabwehr, stark. Türkei gibt sich neutral Die Türkei verhält sich im Krieg gegen den Iran neutral. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte sich am Wochenende besorgt über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran gezeigt und alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Er warnte, der Nahe Osten könnte zu einem "Feuerring" werden, sollte der Konflikt nicht eingedämmt werden. In der Türkei sind auch US-Soldaten stationiert. Der wichtigste Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Drehkreuz für die Nato in der Region. Wird die Nato in den Konflikt gezogen? Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des Raketenbeschusses der Türkei als äußerst unwahrscheinlich. Generalsekretär Mark Rutte hatte in einem ARD-Interview zur Frage nach einer möglichen Bündnisbeteiligung an dem Krieg gesagt, es gebe absolut niemanden, der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde. "Das ist Iran, das ist der Golf, das ist außerhalb des Nato-Gebiets", sagte er mit Blick auf den Geltungsbereich der Beistandsklausel des Bündnisses. Hinzu kommt, dass alle Mitgliedstaaten einem Bündniseinsatz zustimmen müssten.