Zeit 03.03.2026
19:31 Uhr

Krieg im Iran: Dax sinkt wegen Irankrieg weiter


Der Krieg im Iran und die infolgedessen steigenden Energiepreise sorgen am Markt für schlechte Stimmung. Der Dax verlor zum Handelsende 3,44 Prozent.

Krieg im Iran: Dax sinkt wegen Irankrieg weiter
Der Irankrieg hat den Abwärtsdruck an den weltweiten Börsen verstärkt. So sank der deutsche Leitindex Dax ab und büßte zum Handelsende 3,44 Prozent auf 23.790,65 Punkte ein. Mit dem deutlichen Rutsch unter die 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien trübte sich auch der langfristige Kurs ein. Nach zwei heftigen Verlusttagen ist aus den Kursgewinnen seit Jahresbeginn inzwischen ein klares Minus geworden. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um weitere 3,44 Prozent auf 29.801,02 Punkte nach unten. Auch an US-Börsen geht es bergab Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 ging mit einem Minus von 3,6 Prozent aus dem Handel. In Großbritannien und der Schweiz erlebten die Anleger ebenfalls weitere Kurseinbußen. An den US-Börsen, die sich zu Wochenbeginn noch vergleichsweise robust gezeigt hatten, ging es mit einem Tag Verzögerung klar nach unten, wenngleich nicht ganz so heftig wie in Europa. Die wichtigsten US-Indizes lagen jeweils rund 1,5 Prozent im Minus. Steil nach unten ging es auch ​für Gold und Silber. Leicht im Minus lag der Kurs zehnjähriger US-Staatsanleihen, was ⁠die Rendite verbesserte. "Normalerweise sehen wir in nervösen Marktphasen eine Rotation: Kapital ​wandert aus risikoreicheren Anlagen wie Aktien in vermeintlich sichere Häfen wie Staatsanleihen oder Gold", sagte Salah-Eddine Bouhmidi, Experte beim Broker IG. "Doch heute fehlt genau diese Bewegung." Unter den Anlegern geht wegen des Irankrieges weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Infolge des Krieges sind die Öl- und Erdgaspreise gestiegen , wodurch wiederum Konjunktur- und Inflationsängste geschürt werden. "Entscheidend für die Marktstimmung ist, wie sehr sich der Konflikt ausweitet, wie lange er dauert, wie die übrigen Großmächte auf den Angriff reagieren und wie stark die Energiepreise steigen ", sagte Chris Iggo von der Kapitalverwaltungsgesellschaft BNP Paribas Asset Management.